Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Zweistündige Bivalirudin-Infusion nach PCI bei ST-Hebungs-Myokardinfarkt

Two hour bivalirudin infusion after PCI for ST elevation myocardial infarction

Multizentrische prospektive Registerstudie in der Zeitschrift Journal of Thrombosis and Thrombolysis (2011)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Klinische StudieKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungAnderson PR et al. · Journal of Thrombosis and Thrombolysis, 2011

Abstract

The standard of care for STEMI PCI for the past decade has been aspirin, clopidogrel, heparin, and a glycoprotein IIbIIIa receptor inhibitor (GPI). A bivalirudin strategy was shown to be superior to a GPI strategy in the HORIZONS AMI trial for net adverse clinical events (combined MACE and bleeding). An increased risk of acute stent thrombosis in the bivalirudin arm may have prevented broader adoption of bivalirudin for this indication. We hypothesized that acute stent thrombosis risk could be ameliorated by a 2 h infusion of bivalirudin following STEMI PCI. We implemented a multicenter, prospective registry for all STEMI patients in Vermont treated at a single PCI center. Each patient was routinely pre-loaded with dual antiplatelet therapy and 75% received an unfractionated heparin bolus prior to PCI. The utilization of bivalirudin bolus and continued 2 h infusion after PCI was routine with GPI bailout optional. 128 consecutive STEMI patients underwent primary PCI from October 1, 2008 to September 30, 2009. 92% of primary PCI patients received bivalrudin during and after the procedure with a 9% rate of bail out GPI. There was one case of probable or definite acute stent thrombosis (0.7%), and this single case occurred despite use of bailout GPI. Despite the prolonged infusion of bivalirudin, major bleeding occurred in only 1.7% of STEMI patients. In conclusion, prolonging bivalirudin for 2 h after STEMI PCI may be a promising method to alleviate acute stent thrombosis risk without losing the bleeding complication benefit of the bivalirudin strategy.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypClinical TrialJournal ArticleMulticenter Study
Indexierte MeSH-BegriffeAgedAntithrombinsCoronary Artery BypassFemaleHirudinsHumansMaleMiddle AgedMyocardial InfarctionPeptide FragmentsPlatelet Aggregation InhibitorsRecombinant ProteinsRegistriesStentsThrombosisTime Factors

Zusammenfassung

In einem prospektiven multizentrischen Register erhielten 128 konsekutive STEMI-Patienten in Vermont eine primäre PCI an einem Zentrum; 92 % wurden während und nach dem Eingriff mit Bivalirudin behandelt (Bailout-GPI bei 9 %). Ein wahrscheinlicher oder gesicherter Fall akuter Stentthrombose trat auf (0,7 %), schwere Blutungen bei 1,7 %. Nach Ansicht der Autoren kann die 2-stündige Verlängerung von Bivalirudin nach STEMI-PCI eine vielversprechende Methode sein, das akute Stentthromboserisiko zu mindern, ohne den Blutungsvorteil zu verlieren.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese prospektive multizentrische Registerstudie evaluierte eine Strategie der Verlängerung der Bivalirudin-Infusion um 2 Stunden nach PCI bei 128 konsekutiven STEMI-Patientinnen und -Patienten mit dem Ziel, das in früheren Studien beobachtete Risiko einer akuten Stentthrombose zu verringern und dabei den Blutungssicherheitsvorteil von Bivalirudin zu erhalten. Es trat nur ein Fall (0,7 %) akuter Stentthrombose auf, und die Rate schwerer Blutungen betrug 1,7 %. Darüber hinaus handelte es sich um ein unkontrolliertes Beobachtungsregister ohne Randomisierung oder Vergleichsgruppe, was die Stärke der Schlussfolgerungen begrenzt. Bivalirudin (ehemals Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels, entwickelt wurde (Maraganore et al., 1990); diese Studie untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Anderson PR, Gogo PB, Ahmed B, Straight F, Terrien EF, Watkins MW, et al. Two hour bivalirudin infusion after PCI for ST elevation myocardial infarction. J Thromb Thrombolysis. 2011;31(4):401-406. doi:10.1007/s11239-010-0528-7. PMID: 21107655

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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