Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Ein Blutegel, der die Einwirkung extrem tiefer Temperaturen überleben kann

A leech capable of surviving exposure to extremely low temperatures

Physiologische Studie in der Zeitschrift PLoS ONE (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Präklinisch (tierexperimentell)Sicherheit & InfektionskontrolleSuzuki D et al. · PloS one, 2014

Abstract

It is widely considered that most organisms cannot survive prolonged exposure to temperatures below 0°C, primarily because of the damage caused by the water in cells as it freezes. However, some organisms are capable of surviving extreme variations in environmental conditions. In the case of temperature, the ability to survive subzero temperatures is referred to as cryobiosis. We show that the ozobranchid leech, Ozobranchus jantseanus, a parasite of freshwater turtles, has a surprisingly high tolerance to freezing and thawing. This finding is particularly interesting because the leach can survive these temperatures without any acclimation period or pretreatment. Specifically, the leech survived exposure to super-low temperatures by storage in liquid nitrogen (-196°C) for 24 hours, as well as long-term storage at temperatures as low as -90°C for up to 32 months. The leech was also capable of enduring repeated freeze-thaw cycles in the temperature range 20°C to -100°C and then back to 20°C. The results demonstrated that the novel cryotolerance mechanisms employed by O. jantseanus enable the leech to withstand a wider range of temperatures than those reported previously for cryobiotic organisms. We anticipate that the mechanism for the observed tolerance to freezing and thawing in O. jantseanus will prove useful for future studies of cryopreservation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAdaptation, BiologicalAnimalsFreezingJapanLeechesSpecies SpecificitySurvival RateTurtles

Zusammenfassung

Erstaunlich kältetolerant ist der Süßwasserschildkröten-Parasit Ozobranchus jantseanus: Er übersteht Gefrieren und Auftauen ohne Akklimatisation oder Vorbehandlung. Der Egel überlebte die Lagerung in flüssigem Stickstoff (-196 °C) für 24 Stunden sowie Langzeitlagerung bei bis zu -90 °C für bis zu 32 Monate. Auch wiederholte Gefrier-Auftau-Zyklen zwischen 20 °C und -100 °C und zurück zu 20 °C ertrug er. Nach Angaben der Autoren ermöglichen neuartige Kryotoleranz-Mechanismen eine breitere Temperaturtoleranz als bisher für kryobiotische Organismen beschrieben; sie könnten für Kryokonservierungsstudien nützlich sein.

Kontext

Diese Studie zeigte, dass der Süßwasser-Schildkröten-Egel Ozobranchus jantseanus eine bemerkenswerte Kryotoleranz aufweist, da er eine 24-stündige Lagerung in flüssigem Stickstoff (-196 °C), eine Langzeitlagerung bei -90 °C über bis zu 32 Monate und wiederholte Frost-Tau-Zyklen zwischen 20 °C und -100 °C jeweils ohne Akklimatisierung oder Vorbehandlung überlebte. Die Autoren vermuten, dass die zugrundeliegenden Kryotoleranzmechanismen zukünftige Kryokonservierungsforschung informieren könnten. Dies betrifft eine Egelart, O. jantseanus, die ein Schildkröten-Ektoparasit ohne etablierte Rolle in der medizinischen Hirudotherapie ist.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Suzuki D, Miyamoto T, Kikawada T, Watanabe M, Suzuki T. A leech capable of surviving exposure to extremely low temperatures. PLoS One. 2014;9(1):e86807. doi:10.1371/journal.pone.0086807. PMID: 24466250

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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