Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Modulation der Clearance von rekombinantem Serumalbumin durch Glykosylierung oder Verkürzung

Modulation of clearance of recombinant serum albumin by either glycosylation or truncation

Tierexperimentelle Studie in der Zeitschrift Thrombosis research (2000)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: In-vitro-/LaborstudieGenomik & ProteomikArzneimittelentwicklungSpeichel-PharmakologieSheffield WP et al. · Thrombosis research, 2000

Abstract

Albumin is an abundant non-glycosylated plasma protein with a slow clearance profile. It has been employed as a fusion partner in efforts to slow the clearance of small antithrombotic proteins like hirudin. In the present study, the in vivo clearance of recombinant rabbit serum albumin (rRSA), of mutant rRSAs containing consensus sequences for N-linked glycosylation (D494N and V14T variants), and of mutant mini-proteins truncated at albumin domain boundaries (rRSAs 1-185, 1-377, or 378-584) was examined. Mean terminal catabolic half-lives (t(0.5)cat) in rabbits for plasma-derived RSA, rRSA, and the V14T variant did not differ significantly (range 4. 32-4.76 days). In contrast, mean t(0.5)cat was reduced to 2.87 days for the D494N variant and to less than 0.071 days for all mini-proteins. The mini-proteins were found in the urine in tissue distribution experiments, suggesting a renal route of clearance. Our results suggest that all three internally repeated albumin domains are required to maintain the slow in vivo clearance profile of albumin, and that albumin glycosylation can be associated with an acceleration of clearance. This information could be used to design fusion proteins, including those with antithrombotic properties, with predictably altered in vivo half-lives less than that of serum albumin.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsAutoradiographyElectrophoresis, Polyacrylamide GelGlycosylationHalf-LifeInjectionsIodine RadioisotopesMaleMutagenesis, Site-DirectedProtein EngineeringRabbitsRecombinant ProteinsSerum AlbuminTime FactorsTissue Distribution

Zusammenfassung

Bei Kaninchen wurde die In-vivo-Clearance von rekombinantem Kaninchen-Serumalbumin (rRSA), von Mutanten mit N-Glykosylierungs-Konsensussequenzen (D494N, V14T) und von verkürzten Mini-Proteinen (rRSA 1–185, 1–377, 378–584) untersucht. Die mittlere terminale katabole Halbwertszeit unterschied sich für Plasma-RSA, rRSA und V14T nicht signifikant (4,32–4,76 Tage), betrug für D494N 2,87 Tage und für alle Mini-Proteine unter 0,071 Tage. Die Mini-Proteine erschienen im Urin, ein Hinweis auf renale Clearance. Alle drei Albumindomänen scheinen für die langsame Clearance nötig; Glykosylierung kann mit beschleunigter Clearance einhergehen.

Kontext

Diese Studie untersuchte, wie Glykosylierung und Domänentrunkierung die In-vivo-Clearance von rekombinantem Kaninchenserumalbumin (rRSA) bei Kaninchen beeinflussen, und kam zu dem Ergebnis, dass alle drei intern wiederholten Albumindomänen erforderlich sind, um das langsame Clearance-Profil von Albumin aufrechtzuerhalten, und dass eine eingebrachte Glykosylierung (D494N-Variante) die Clearance beschleunigte, wodurch die Halbwertszeit von ~4,3 auf 2,87 Tage reduziert wurde. Die Autoren weisen darauf hin, dass Albumin als Fusionspartner verwendet wurde, um die Clearance kleiner antithrombotischer Proteine wie Hirudin zu verlangsamen, und dass ihre Ergebnisse die Konstruktion solcher Fusionsproteine mit vorhersagbar veränderten Halbwertszeiten unterstützen könnten. Die Studie liefert pharmakokinetische Konstruktionsprinzipien, die auf Hirudin-basierte Therapeutika anwendbar sind, betrifft jedoch nicht direkt Hirudin, Blutegel oder ein aus Blutegeln stammendes Molekül.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Sheffield WP, Marques JA, Bhakta V, Smith IJ. Modulation of clearance of recombinant serum albumin by either glycosylation or truncation. Thromb Res. 2000;99(6):613-621. doi:10.1016/s0049-3848(00)00286-3. PMID: 10974348

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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