Aktuelle periprozedurale Antikoagulation beim kathetergestützten Aortenklappenersatz: könnte Bivalirudin eine Option sein? Rationale und Design der BRAVO 2/3-Studien
Current periprocedural anticoagulation in transcatheter aortic valve replacement: could bivalirudin be an option? Rationale and design of the BRAVO 2/3 studies
Übersichtsarbeit mit Studiendesign in der Zeitschrift Journal of thrombosis and thrombolysis (2013)
Abstract
Transcatheter aortic valve replacement (TAVR) is considered an important option in the management of patients with critical aortic valve stenosis that are either inoperable or have a high surgical risk. Despite continued advances in the procedural aspects of TAVR and decreasing complications rates, the risks of major vascular complications and stroke remain significant, which may in turn confer worse clinical outcomes and impact morbidity and mortality. In this review, we outline certain limitations of the currently recommended periprocedural anticoagulation in TAVR, namely unfractionated heparin that is guided by activated clotting times and protamine use if the bleeding risk is high. We will explore the potential for bivalirudin in this setting, which has become a frontrunner in acute coronary syndrome management because of favorable pharmacokinetics and lower bleeding complications. Finally, we will describe an ongoing large multicenter multinational trial that compares intravenous bivalirudin to unfractionated heparin during TAVR procedures using standardized clinical endpoints.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Die Übersichtsarbeit erörtert Einschränkungen der derzeit empfohlenen periprozeduralen Antikoagulation beim kathetergestützten Aortenklappenersatz (TAVR): unfraktioniertes Heparin, gesteuert anhand der aktivierten Gerinnungszeit, sowie Protamin bei hohem Blutungsrisiko. Diskutiert wird das Potenzial von Bivalirudin, das im Management des akuten Koronarsyndroms aufgrund günstiger Pharmakokinetik und seltenerer Blutungskomplikationen eine führende Rolle einnimmt. Abschließend beschreiben die Autoren Rationale und Design einer laufenden großen multizentrischen multinationalen Studie (BRAVO 2/3), die intravenöses Bivalirudin mit unfraktioniertem Heparin während TAVR vergleicht.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieses Review umreißt die Limitationen von unfraktioniertem Heparin zur periprozeduralen Antikoagulation während des Transkatheter-Aortenklappenersatzes (TAVR) und untersucht das Potenzial von Bivalirudin als Alternative, wobei es das Design einer laufenden großen multizentrischen, multinationalen Studie beschreibt, die intravenöses Bivalirudin mit unfraktioniertem Heparin während TAVR-Eingriffen unter Verwendung standardisierter klinischer Endpunkte vergleicht. Der Artikel ist unter dem MeSH-Begriff „Hirudins" indexiert, was die pharmakologische Verwandtschaft von Bivalirudin zu Hirudin widerspiegelt und eine entfernte taxonomische Verbindung zur Blutegeltherapie herstellt. Allerdings diskutiert das Abstract selbst weder Blutegel, Hirudotherapie noch aus Blutegeln gewonnene Verbindungen an irgendeiner Stelle. Sein einziger Bezug zur Blutegeltherapie ist die klinische Bewertung eines synthetischen Antikoagulans mit einer mechanistischen Abstammung von der aus Blutegeln stammenden Thrombininhibition.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Sergie Z, Lefèvre T, Van Belle E, Kakoulides S, Baber U, Deliargyris EN, et al. Current periprocedural anticoagulation in transcatheter aortic valve replacement: could bivalirudin be an option? Rationale and design of the BRAVO 2/3 studies. J Thromb Thrombolysis. 2013;35(4):483-493. doi:10.1007/s11239-013-0890-3. PMID: 23553245
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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