Ungewöhnliche Ursache einer Atemwegsobstruktion und eines hypovolämischen Schocks: pharyngeale Blutegelinfestation bei einem Kind aus dem ländlichen Äthiopien
Uncommon cause of airway obstruction and hypovolemic shock: pharyngeal leech infestation in a rural Ethiopian child
Fallbericht in der Zeitschrift International Journal of Surgery Case Reports (2026)
Abstract
Leech infestation of the upper airway is an uncommon but potentially life-threatening condition, especially among children living in rural areas with limited access to safe drinking water. Early recognition and intervention are crucial to prevent severe complications such as airway obstruction and profound anemia. We present the case of an 8-year-old boy from rural North Gondar, Ethiopia, who arrived at our facility with a 5-day history of coughing up blood, blood-stained saliva, hoarseness, throat discomfort, and progressive respiratory distress. On examination, he was acutely ill, severely anemic (hemoglobin 4.0 g/dL), and in hypovolemic shock. A dark, mobile foreign body was visualized in the oropharynx. Due to the unavailability of laryngoscopy, the leech was manually extracted with MaGill forceps at the bedside. The patient received blood transfusions and antibiotics, resulting in rapid clinical improvement and an uneventful recovery. Oropharyngeal and laryngeal leech infestations, while rare, are important considerations in children from endemic regions presenting with unexplained upper airway symptoms and anemia. The parasite's anticoagulant and anesthetic secretions can delay symptom onset and diagnosis, increasing the risk of morbidity. Limited resources often hinder optimal management, but prompt recognition and removal of the leech are essential for a favorable outcome. This case highlights the importance of heightened clinical awareness of leech infestations in at-risk populations. Public health measures to improve water, sanitation, and community education are vital to prevent future cases in resource-limited settings.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Ein 8-jähriger Junge aus dem ländlichen Nordgondar in Äthiopien stellte sich mit fünftägiger Hämoptyse, blutigem Speichel, Heiserkeit, Halsbeschwerden und zunehmender Atemnot vor. Bei der Untersuchung zeigte er eine schwere Anämie (Hämoglobin 4,0 g/dL) und einen hypovolämischen Schock; im Oropharynx war ein dunkler, mobiler Fremdkörper sichtbar. Mangels Laryngoskopie wurde der Blutegel mit Magill-Zange am Krankenbett extrahiert; nach Bluttransfusionen und Antibiotika erfolgte eine rasche Genesung. Die Autoren betonen die Notwendigkeit öffentlicher Gesundheitsmaßnahmen zu Wasser, sanitärer Versorgung und Aufklärung in ressourcenarmen Regionen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht beschreibt einen 8-jährigen äthiopischen Jungen aus einem ländlichen Gebiet, der sich mit Hämoptyse, Heiserkeit, progredienter Atemnot, schwerer Anämie (Hämoglobin 4,0 g/dL) und hypovolämischem Schock infolge einer pharyngealen Blutegelinfestation vorstellte, behandelt durch manuelle Extraktion mit einer Magill-Zange, Bluttransfusion und Antibiotika, mit vollständiger Erholung. Das Abstract weist darauf hin, dass die antikoagulatorischen und anästhetischen Sekrete des Blutegels den Symptombeginn und die Diagnose verzögern können, was tangential mit den pharmakologischen Eigenschaften zusammenhängt, die der therapeutischen Hirudotherapie zugrunde liegen. Der Kontext ist jedoch eine vollständig akzidentelle parasitäre Infestation durch unsicheres Trinkwasser in einer endemischen Region, ohne dass eine therapeutische Blutegelanwendung diskutiert wird. Es handelt sich um einen einzelnen Fallbericht eines medizinischen Notfalls. Die einzige Verbindung zur Blutegeltherapie ist die beiläufige Erwähnung sekretorischer Eigenschaften des Blutegels.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Yigzaw KT, Shibesh MH, Asfaw BA, Zewudu AA, Mengistie BT, Tegegne BA. Uncommon cause of airway obstruction and hypovolemic shock: pharyngeal leech infestation in a rural Ethiopian child. Int J Surg Case Rep. 2026;138(4):1467-1470. doi:10.1097/RC9.0000000000000350. PMID: 41938390
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026