Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Durch Blutegel übertragene Serratia-marcescens-Infektion nach komplexer Handverletzung

Leech-borne Serratia marcescens infection following complex hand injury

Fallbericht in der Zeitschrift British journal of plastic surgery (1998)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & InfektionskontrollePereira et al. · British journal of plastic surgery, 1998

Abstract

Leeches are commonly used in the postoperative course of plastic surgical operations where there is venous congestion in a pedicled or free flap. They provide a temporary relief to venous engorgement whilst venous drainage is re-established. It is known that leeches can carry Aeromonas hydrophila infection, and a second or third generation cephalosporin antibiotic has traditionally been given as prophylaxis against infection. We report a new observation that leeches can carry Serratia marcescens and give rise to clinically significant infection. The implication for prophylaxis and treatment of leech-associated cellulitis is discussed.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAnimalsFemaleFinger InjuriesHumansLeechesPhlebotomyReplantationSerratia InfectionsSerratia marcescens

Zusammenfassung

Nach einer komplexen Handverletzung entwickelte sich eine durch Blutegel übertragene Infektion mit Serratia marcescens. Blutegel werden in der plastischen Chirurgie üblicherweise postoperativ bei venöser Stauung in gestielten oder freien Lappen eingesetzt; sie können bekanntermaßen Aeromonas hydrophila tragen, weshalb traditionell Cephalosporine der zweiten oder dritten Generation zur Prophylaxe gegeben werden. Die Autoren berichten als neue Beobachtung, dass Blutegel auch Serratia marcescens tragen und klinisch relevante Infektionen verursachen können, und diskutieren die Konsequenzen für Prophylaxe und Behandlung der blutegelassoziierten Zellulitis.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht dokumentiert eine neue Beobachtung, dass medizinische Blutegel Serratia marcescens tragen und klinisch signifikante Infektionen hervorrufen können. Das Abstract beschreibt Blutegel als in plastisch-chirurgischen Operationen häufig eingesetzt, wenn eine venöse Kongestion in einem gestielten oder freien Lappen vorliegt, weist darauf hin, dass Aeromonas hydrophila der traditionell anerkannte Blutegel-assoziierte Erreger ist mit einer Cephalosporin-Prophylaxe der zweiten oder dritten Generation als Standard, und diskutiert Implikationen für die Prophylaxe und Behandlung von Blutegel-assoziierter Zellulitis. Es handelt sich um einen Fallbericht, sodass seine Befunde zu Serratia als Blutegel-übertragenem Erreger im Umfang begrenzt sind und weder Prävalenz noch umfassende Empfehlungen etablieren können.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Pereira JA, Greig JR, Liddy H, Ion L, Moss AL. Leech-borne Serratia marcescens infection following complex hand injury. Br J Plast Surg. 1998;51(8):640-641. doi:10.1054/bjps.1998.0128. PMID: 10209471

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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