Eine randomisierte kontrollierte Studie zu Dabigatran versus Warfarin zur periablativen Antikoagulation bei Patienten mit Ablation von Vorhofflimmern
A randomized controlled trial of dabigatran versus warfarin for periablation anticoagulation in patients undergoing ablation of atrial fibrillation
Randomisierte kontrollierte Studie in der Zeitschrift Pacing and clinical electrophysiology : PACE (2013)
Abstract
BACKGROUND: We aimed to evaluate the feasibility of an oral direct thrombin inhibitor, dabigatran, as a periprocedural anticoagulant for use with ablation of atrial fibrillation (AF). METHODS: Consecutive patients scheduled to undergo an AF ablation were randomly assigned to receive dabigatran (n = 45) or warfarin (n = 45) to compare their clinical feasibility. Both of those oral anticoagulants were discontinued the day before the ablation and were resumed after confirming hemostasis of the venipuncture site. A bridging therapy with heparin was not used in either of the patient groups. RESULTS: Dabigatran was switched to warfarin before the ablation because of dyspepsia in three patients. An occurrence of rebleeding from the venipuncture site was less common in dabigatran-allocated patients than in warfarin-allocated patients (20% vs 44%; P = 0.013). The reduction in the D-dimer level after the initiation of oral anticoagulants was greater in the dabigatran-allocated patients than in the warfarin-allocated patients. The time from the initiation of the anticoagulants to the ablation was significantly shorter in the dabigatran-allocated patients than in the warfarin-allocated patients (43 ± 7 vs 63 ± 13 days; P < 0.0001). There was only one fatal periprocedural complication in a patient receiving warfarin, who had a mesenteric arterial thrombosis after the ablation. CONCLUSIONS: An anticoagulation strategy with dabigatran may surpass that with warfarin in reducing both the periprocedural risk of minor bleeding and a hypercoagulable state, and the time to ablation in patients undergoing ablation of AF.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Konsekutive Patienten vor Vorhofflimmerablation erhielten randomisiert Dabigatran oder Warfarin (je n = 45); eine Heparin-Brückentherapie erfolgte nicht. Nachblutungen an der Venenpunktionsstelle waren unter Dabigatran seltener (20 % vs. 44 %; p = 0,013), die D-Dimer-Senkung ausgeprägter und die Zeit bis zur Ablation kürzer (43 ± 7 vs. 63 ± 13 Tage; p < 0,0001). Unter Warfarin trat eine tödliche mesenteriale Arterienthrombose auf. Laut Autoren kann Dabigatran hinsichtlich geringfügiger periprozeduraler Blutungen, Hyperkoagulabilität und der Zeit bis zur Ablation überlegen sein.
Kontext
Diese randomisierte kontrollierte Studie verglich Dabigatran (n=45) mit Warfarin (n=45) zur periprozeduralen Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmerablation und fand weniger Nachblutungen an den Venenpunktionsstellen, eine stärkere D-Dimer-Reduktion und eine kürzere Zeit bis zur Ablation unter Dabigatran. Dabigatran ist ein direkter oraler Thrombininhibitor, der konzeptuell mit Hirudin (dem aus Blutegeln gewonnenen Thrombininhibitor) verwandt ist. Das Abstract erwähnt keine Blutegel, Hirudotherapie oder das Blutegelsekretom. Das Abstract konzentriert sich ausschließlich auf den Vergleich zweier pharmazeutischer Antikoagulanzien im Kontext der kardialen Elektrophysiologie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Nin T, Sairaku A, Yoshida Y, Kamiya H, Tatematsu Y, Nanasato M, et al. A randomized controlled trial of dabigatran versus warfarin for periablation anticoagulation in patients undergoing ablation of atrial fibrillation. Pacing Clin Electrophysiol. 2013;36(2):172-179. doi:10.1111/pace.12036. PMID: 23121681
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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