Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Blutegeltherapie bei komplexen Gesichtslazerationen

Leech Therapy for Complex Facial Lacerations

Retrospektive Fallserie in der Zeitschrift The Journal of craniofacial surgery (2021)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturCohn J et al. · The Journal of craniofacial surgery, 2021

Abstract

Facial trauma can pose challenging reconstructive obstacles in both maintaining tissue viability and restoring aesthetic appearance. Medicinal leech therapy can help to promote vascular decompression in the setting of venous congestion. A retrospective chart review was conducted to identify patients who underwent medicinal leech therapy following venous stasis secondary to repair of a complex facial laceration. Three patients were identified; 2 suffered auricular avulsion, while 1 suffered a lip avulsion. All patients suffered from venous congestion and underwent medicinal leech therapy for 48 to 72 hours with reduction of edema and stasis. Decompression was successfully achieved with no further sequelae on last follow-up. Medicinal leech therapy is an adequate treatment for venous congestion following traumatic soft-tissue repair of the face. The authors advocate for the utilization of medicinal leeches to combat venous congestion after repair, particularly when arterial inflow remains intact.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsHumansLacerationsLeechesLeechingRetrospective StudiesSoft Tissue Injuries

Zusammenfassung

In einer retrospektiven Aktenauswertung wurden drei Patienten identifiziert, die nach Versorgung komplexer Gesichtslazerationen mit Ohrmuschel- (n=2) bzw. Lippenavulsion (n=1) eine venöse Stauung entwickelten. Alle erhielten für 48 bis 72 Stunden eine medizinische Blutegeltherapie, worunter Ödem und Stauung zurückgingen. Eine erfolgreiche Dekompression wurde erzielt, beim letzten Follow-up ohne weitere Folgeschäden. Die Autoren empfehlen den Einsatz medizinischer Blutegel zur Behandlung der venösen Stauung nach der Versorgung traumatischer Weichteilverletzungen des Gesichts, insbesondere bei erhaltenem arteriellem Einstrom.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive Aktenanalyse untersuchte drei Patienten, die eine Blutegeltherapie bei venöser Stauung nach Versorgung komplexer Gesichtsverletzungen erhielten, darunter zwei Ohravulsionen und eine Lippenavulsion. Alle Patienten unterzogen sich 48–72 Stunden lang der Blutegeltherapie mit beobachteter Reduktion von Ödem und Stase, und eine Dekompression wurde ohne berichtete Folgeerscheinungen bei der letzten Nachuntersuchung erreicht. Die Studie ist direkt relevant für die Hirudotherapie und liefert klinische Evidenz für den Einsatz medizinischer Blutegel bei der Behandlung venöser Stauung nach traumatischer Weichteilrekonstruktion im Gesichtsbereich, insbesondere wenn der arterielle Einstrom intakt bleibt. Allerdings stützen sich die Befunde auf eine sehr geringe Patientenzahl und das retrospektive Design, was die Aussagekraft und Übertragbarkeit der Schlussfolgerungen einschränkt; es werden keine vergleichenden oder langfristigen Ergebnisdaten präsentiert.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Cohn JE, Othman S, Evarts M, Papajohn P, Mattioni J, Zwillenberg S. Leech Therapy for Complex Facial Lacerations. J Craniofac Surg. 2021;32(4):e335-e337. doi:10.1097/SCS.0000000000007111. PMID: 33170826

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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