Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Blutegeltherapie und Techniken mit blutender Wunde zur Linderung venöser Stauung

Leech therapy and bleeding wound techniques to relieve venous congestion

Tierexperimentelle Studie in der Zeitschrift Journal of reconstructive microsurgery (1990)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturSmoot E et al. · Journal of reconstructive microsurgery, 1990

Abstract

Temporary restoration of capillary skin blood flow can be established by using leeches or by the creation of a dermal wound and the promotion of continued bleeding from the wound site in a flap with venous occlusion. An increasing restoration of capillary flow occurred with initial application of the leech and tended to exceed other techniques of restoring flow. However, all techniques of exsanguination, including leech therapy, restored very low perfusion over a two-hour course of therapy for a volume of tissue simulating a distal finger replant. The temporary increase in flap perfusion with a single leech application was greatest during the feeding activity of the leech and tapered off after the leech was satiated, to approximate flows achieved with local heparin injection and a punch wound.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsBloodlettingCapillariesDermatologic Surgical ProceduresHeparinHumansLasersLeechesPuncturesRatsRats, Inbred StrainsRegional Blood FlowSkinSurgical FlapsTime Factors

Zusammenfassung

Im Tierversuch an Ratten wurde die Wiederherstellung des kapillaren Hautblutflusses durch Blutegel oder eine blutende dermale Wunde in Lappen mit venöser Okklusion verglichen. Die initiale Blutegelanwendung steigerte den Kapillarfluss tendenziell stärker als andere Techniken; alle Verfahren einschließlich Blutegeltherapie bewirkten jedoch über zwei Stunden nur eine sehr geringe Perfusion in einem Gewebevolumen, das ein distales Fingerreplantat simulierte. Der Perfusionsanstieg bei einmaliger Blutegelanwendung war während der Saugaktivität am größten und fiel nach Sättigung auf mit lokaler Heparininjektion und Stanzwunde vergleichbare Werte.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie verglich direkt die Blutegeltherapie mit alternativen Blutungswundtechniken (lokale Heparininjektion, Stanzwunde) zur Wiederherstellung der kapillären Durchblutung in Gewebe unter venösem Verschluss, wobei ein Volumen modelliert wurde, das eine distale Fingerreplantation simuliert. Die Ergebnisse liefern Perfusionsdaten, die zeigen, dass das Saugen der Blutegel die größte anfängliche Wiederherstellung des Blutflusses während des aktiven Saugens bewirkte, wonach die Perfusion auf ein mit den anderen Methoden vergleichbares Niveau zurückging. Dieses zeitliche Profil hat praktische Implikationen für das Verständnis und die Optimierung der Blutegeltherapie bei venöser Stauung. Eine wichtige Einschränkung ist, dass alle Techniken über den zweistündigen Verlauf nur eine sehr geringe Perfusion erreichten und das Abstract keine Daten zum Lappenüberleben, zu Infektionen, zu längerfristigen Ergebnissen oder zur vergleichenden klinischen Wirksamkeit über die unmittelbaren Perfusionsmessungen hinaus enthält.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Smoot EC 3rd, Debs N, Banducci D, Poole M, Roth A. Leech therapy and bleeding wound techniques to relieve venous congestion. J Reconstr Microsurg. 1990;6(3):245-250. doi:10.1055/s-2007-1006825. PMID: 2292786

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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