Gesteigerte Produktion von antikoagulatorischem Hirudin in rekombinanter Saccharomyces cerevisiae durch chromosomale δ-Integration
Enhanced production of anticoagulant hirudin in recombinant Saccharomyces cerevisiae by chromosomal delta-integration
Vergleichende Studie in der Zeitschrift J Biotechnol (2001)
Abstract
Recombinant Saccharomyces cerevisiae strains were developed to overproduce an anticoagulant hirudin. The delta-sequences of the yeast retrotransposon Ty1 and URA3 were used as target sites for a hirudin expression cassette. High copy-number transformants were successfully selected using a dominant selection antibiotic, G418. The copy numbers of the hirudin expression cassette integrated into delta-sequences of the yeast chromosome ranged from five to ten copies per cell. Production of hirudin in the delta-integrated recombinant S. cerevisiae system increased over two-fold compared with the YEp-based episomal hirudin expression system. A linear relationship between the copy number of the hirudin expression cassette and hirudin expression level was observed up to 10 copies. The hirudin expression cassettes integrated into the yeast chromosome were stably maintained in non-selective culture conditions.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Rekombinante Stämme von Saccharomyces cerevisiae wurden entwickelt, die antikoagulatorisches Hirudin überproduzieren; δ-Sequenzen des Retrotransposons Ty1 und URA3 dienten als Zielorte für eine Hirudin-Expressionskassette. Mit dem Selektionsantibiotikum G418 wurden Transformanten mit fünf bis zehn Kopien pro Zelle selektioniert. Die Hirudin-Produktion stieg im δ-integrierten System gegenüber dem YEp-basierten System um mehr als das Zweifache; bis 10 Kopien bestand eine lineare Beziehung zwischen Kopienzahl und Expression. Die Kassetten blieben unter nicht-selektiven Bedingungen stabil.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese Studie entwickelte rekombinante Stämme von Saccharomyces cerevisiae zur Überproduktion von Antikoagulans-Hirudin durch Integration einer Hirudin-Expressionskassette in chromosomale Delta-Sequenzen des Hefe-Retrotransposons Ty1. Es wurden Kopienzahlen von fünf bis zehn pro Zelle erreicht, was im Vergleich zu einem episomalen Expressionssystem zu einer mehr als verdoppelten Hirudin-Produktion führte, mit stabiler Erhaltung unter nicht-selektiven Bedingungen. Das Abstract beschreibt Hirudin ausschließlich als Antikoagulans und erwähnt weder Blutegel, das Blutegel-Sekretom noch Hirudotherapie. Hirudin ist das Antikoagulans des medizinischen Blutegels; rekombinantes Hirudin wird in Mikroorganismen aus dem Hirudin-Gen hergestellt (Märki et al., 1991). Es handelt sich um eine Hefe-Bioproduktionsstudie ohne klinische oder In-vivo-Daten.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Kim MD, Rhee SK, Seo JH. Enhanced production of anticoagulant hirudin in recombinant Saccharomyces cerevisiae by chromosomal delta-integration. J Biotechnol. 2001;85(1):41-48. doi:10.1016/s0168-1656(00)00376-x. PMID: 11164961
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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