Blutegeltherapie zur Behandlung eines Penishämatoms bei einem Hengst
Leech therapy in the treatment of a penile haematoma in a stallion
Fallbericht in der Zeitschrift Veterinarni medicina (2021)
Abstract
Treatment of penile haematomas includes conventional therapy and/or surgical intervention which may not always result in the recovery of all penile functions. For valuable breeding stallions, a safe and effective treatment is necessary and medical leech therapy meets these criteria. Additionally, the proven efficiency and safety of the use of leeches in the resolution of haematomas makes this method applicable to other fields of veterinary medicine. A 14-year-old stallion was presented and assigned to the university hospital with a swollen and prolapsed penis. The owner reported that the stallion was likely kicked in the penis while mating. There were no deviations in the physiological indicators during the general examination. A drainage was inserted and a compression bandage was applied. After an initial slight subsidence of the oedema, the healing process slowed down. Hence, the experimental leech treatment was applied. The hirudotherapy was performed twice, five days apart. The hirudotherapy proved to be safe and effective, and with the addition of hydrotherapy, anti-inflammatory drugs and antibiotics, resulted in the full recovery of the horse within 45 days. The erectile functions of the penis were restored and the stallion successfully continued its breeding career.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Ein 14 Jahre alter Zuchthengst wurde mit geschwollenem und prolabiertem Penis nach vermuteter Trittverletzung vorgestellt; zunächst wurden Drainage und Kompressionsverband angelegt. Nach anfänglichem leichtem Rückgang des Ödems verlangsamte sich die Heilung, sodass eine experimentelle Blutegeltherapie in zwei Sitzungen im Abstand von fünf Tagen erfolgte. In Kombination mit Hydrotherapie, Antiphlogistika und Antibiotika erholte sich das Tier innerhalb von 45 Tagen vollständig; die erektile Funktion wurde wiederhergestellt und der Hengst konnte seine Zuchtkarriere fortsetzen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht dokumentiert den Einsatz der medizinischen Blutegeltherapie bei einem 14-jährigen Zuchthengst, der mit einem geschwollenen, prolapsierten Penis nach vermutetem Trauma während der Paarung vorgestellt wurde. Nachdem die anfängliche konventionelle Behandlung (Drainage und Kompression) nur ein leichtes Abschwellen bewirkte, bevor der Heilungsprozess zum Stillstand kam, wurden zwei im Abstand von fünf Tagen durchgeführte Hirudotherapie-Sitzungen begleitend zu Hydrotherapie, entzündungshemmenden Medikamenten und Antibiotika angewendet, was innerhalb von 45 Tagen zu einer vollständigen Genesung mit wiederhergestellter Erektionsfunktion und anhaltendem Zuchterfolg führte. Der Bericht ist von direkter Relevanz für die Hirudotherapie, da er das etablierte Prinzip veranschaulicht, dass die durch Blutegel vermittelte Blutentleerung die Resolution von Hämatomen unterstützen kann, wenn sich die Standarddrainage als unzureichend erweist. Da es sich jedoch um einen einzelnen tiermedizinischen Fallbericht mit gleichzeitigen multiplen Interventionen handelt, kann er den eigenständigen Beitrag der Blutegeltherapie nicht isolieren, und die Befunde an einem equinen Patienten lassen sich nur begrenzt direkt auf die klinische Praxis am Menschen übertragen.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Nowicki A, Jaworska J, Baranski W. Leech therapy in the treatment of a penile haematoma in a stallion. Vet Med (Praha). 2021;66(6):266-271. doi:10.17221/163/2020-VETMED. PMID: 40201147
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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