Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Aderlass – eine populäre Behandlungsform, die verschwand

Bloodletting a popular form of treatment that disappeared

Historische Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Nederlands tijdschrift voor geneeskunde (2007)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungKeeman JN et al. · Nederlands tijdschrift voor geneeskunde, 2007

Abstract

Bloodletting, based on the humoural pathology of Hippocrates and Galen, was done in various ways for thousands of years: phlebotomy, cupping and the use of leeches. There were broad indications for applying this form of treatment. In the 19th century, P.C.A. Louis demonstrated that bloodletting was not an optimal form of treatment for pneumonia. His study was designed in accordance with the first principles of epidemiology. Epidemiology, together with the rise of Virchow's cellular pathology, contributed to the disappearance of bloodletting. The use of leeches still has a place in the medicine of the 21st century in the form of enzymes from the saliva of the leech.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypEnglish AbstractHistorical ArticleJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsBloodlettingHistory, 15th CenturyHistory, 16th CenturyHistory, 17th CenturyHistory, 18th CenturyHistory, 19th CenturyHistory, AncientHistory, MedievalHumansLeechesNetherlandsSurgical Instruments

Zusammenfassung

Der auf der Humoralpathologie Hippokrates' und Galens beruhende Aderlass wurde jahrtausendelang als Venesektion, durch Schröpfen und mit Blutegeln durchgeführt und hatte breite Indikationen. Im 19. Jahrhundert zeigte P.C.A. Louis, dass der Aderlass bei Pneumonie keine optimale Behandlung war; seine Studie folgte den ersten Prinzipien der Epidemiologie. Epidemiologie und Virchows Zellularpathologie trugen zum Verschwinden des Aderlasses bei. Blutegel haben im 21. Jahrhundert noch einen Platz in der Medizin, und zwar in Form von Enzymen aus ihrem Speichel.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser historische Artikel gibt einen Überblick über den Aderlass, wie er über Jahrtausende mittels Phlebotomie, Schröpfen und der Anwendung von Egeln praktiziert wurde, zeichnet seine Grundlagen in der hippokratischen und galenischen Humoralpathologie sowie seinen Niedergang infolge der epidemiologischen Studien von P.C.A. Louis nach, die dessen suboptimale Wirksamkeit bei Pneumonie belegten, und den Aufstieg der Virchowschen Zellularpathologie. Die Autoren weisen darauf hin, dass die egelsbasierte Therapie bis ins 21. Jahrhundert in Form von Speichelenzympräparaten fortbesteht. Dieser Artikel liefert historischen Kontext für die Entwicklung der Hirudotherapie von einer dominierenden (wenn auch heute weitgehend diskreditierten) medizinischen Praxis hin zu einem modernen, enzymfokussierten Verfahren. Allerdings ist der Artikel rein historisch und enthält keine Originaldaten, klinischen Befunde oder Laborforschung, und er behandelt keine zeitgenössischen Evidenzen zur Hirudotherapie.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Keeman JN. Bloodletting a popular form of treatment that disappeared. Ned Tijdschr Geneeskd. 2007;151(3):206-211. PMID: 17288348

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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