Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Off-Pump-Koronararterien-Bypass mit Heparin bei einer Patientin mit anamnestischer heparininduzierter Thrombozytopenie: ein Fallbericht

Off-pump coronary artery bypass with heparin in a patient with a history of heparin-induced thrombocytopenia: a case report

Fallbericht in der Zeitschrift Surgical Case Reports (2021)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleIto Y et al. · Surgical Case Reports, 2021

Abstract

BACKGROUND: Cardiovascular surgery for patients with a history of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) with thrombosis requires careful perioperative anticoagulation therapy. When cardiovascular surgery is required for patients having 'remote' HIT, such as those who had a history of HIT and platelet factor-4/heparin antibodies turned out to be negative, it is recommended that re-exposure to heparin should be limited only to the intraoperative phase. However, few case reports have described detailed strategies for perioperative anticoagulation regimens. CASE PRESENTATION: We present the case of a 76-year-old woman, presenting with unstable angina pectoris and requiring coronary artery bypass grafting. She had a history of cardiac resuscitation and percutaneous coronary intervention for unstable angina pectoris with ventricular tachycardia 7 years prior, which caused HIT with thrombosis resulting in amputation of four fingers. On admission, platelet factor-4/heparin antibodies, biomarkers for HIT were not detected; the platelet count was 18.0 × 104/µl. Off-pump coronary artery bypass grafting was performed using heparin; argatroban infusion was continued until 9 h prior to the operation and restarted 3 h postoperatively, bridged with regular warfarin from 4 days to 3 months postoperatively. Platelet factor-4 /heparin antibodies were detected on postoperative day 8 without any clinical symptoms and became negative by day 91. CONCLUSION: We consider this anticoagulation strategy is effective especially in countries, where bivalirudin is not available. Re-exposure to heparin in cardiovascular surgery for patients with a history of 'remote HIT' is reasonable, and appropriate anticoagulation is important for an uneventful postoperative course.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

Eine 76-jährige Frau mit instabiler Angina pectoris benötigte eine Bypass-Operation; sieben Jahre zuvor hatte sie eine heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) mit Thrombose und Amputation von vier Fingern erlitten. Die Off-Pump-Operation erfolgte unter Heparin, Argatroban wurde 9 h zuvor abgesetzt und 3 h postoperativ wieder angesetzt, mit Warfarin-Überbrückung. Anti-PF4/Heparin-Antikörper waren bei Aufnahme nicht nachweisbar, am 8. postoperativen Tag ohne Symptome nachweisbar und bis Tag 91 negativ. Die Autoren halten die Strategie für wirksam, besonders ohne Bivalirudin, und die Heparin-Reexposition für vertretbar.

Kontext

Dieser Fallbericht beschreibt eine aortokoronare Bypassoperation am schlagenden Herzen (off-pump CABG) mit intraoperativer Heparingabe bei einer 76-jährigen Frau mit einer Anamnese einer 'zurückliegenden' Heparin-induzierten Thrombozytopenie, wobei vor und nach der Operation Argatroban eingesetzt und postoperativ mit Warfarin überbrückt wurde. Plättchenfaktor-4/Heparin-Antikörper traten am postoperativen Tag 8 transient ohne klinische Symptome wieder auf und waren bis Tag 91 nicht mehr nachweisbar. Das Abstract erwähnt weder Lepirudin, Hirudin, Blutegeltherapie noch ein anderes aus Blutegeln gewonnenes Antikoagulans. Der Artikel behandelt die perioperative Antikoagulationsstrategie mit Argatroban und Warfarin bei einer einzelnen Patientin mit früherer HIT.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Ito Y, Saito A, Shirai Y, Motomura N. Off-pump coronary artery bypass with heparin in a patient with a history of heparin-induced thrombocytopenia: a case report. Surg Case Rep. 2021;7(1):265. doi:10.1186/s40792-021-01339-9. PMID: 34928442

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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