Heparin-induzierte Thrombozytopenie kompliziert durch eine Warfarin-induzierte Hautnekrose
Heparin-induced thrombocytopenia complicated by warfarin-induced skin necrosis
Fallbericht in der Zeitschrift Am J Health Syst Pharm (2008)
Abstract
PURPOSE: A case of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) complicated by warfarin-induced skin necrosis (WISN) is reported. SUMMARY: A patient with a history of hypertension, heart failure, and myocardial infarction was admitted to the hospital after complaining of a two-day history of shortness of breath, diaphoresis, and chest pain. The patient underwent a cardiac catheterization and received several medications, including heparin. Suspicions of HIT occurred when her platelets began to decrease severely and she developed a left groin hematoma and a pseudoaneurysm. Lepirudin was initiated and a heparin platelet factor 4 (PF4) antibody test was performed. The results were negative and lepirudin was discontinued. She was rechallenged with unfractionated heparin (UFH) after surgery of the pseudoaneurysm, but her platelets began to decrease again. A second PF4 test was performed, the results of which were positive. The UFH treatment was discontinued. Warfarin was also initiated after surgery and the patient's platelets rapidly increased after heparin was discontinued. She was discharged one week later. Three days after discharge, she was readmitted after complaining of severe pain and swelling of the fatty tissue of her right flank that began the day after she was discharged. Some blistering and necrosis were noted on the lesion. Histological sections showed focal thrombosis of vessels in the deep reticular dermis consistent with WISN. Local wound care was given to manage the WISN, lepirudin was initiated, and warfarin was discontinued and reinstated one week later at a low dosage. CONCLUSION: A patient with HIT developed severe skin necrosis after initiation of warfarin therapy.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Eine Patientin erhielt während einer Herzkatheteruntersuchung Heparin und entwickelte einen ausgeprägten Thrombozytenabfall, ein Leistenhämatom und ein Pseudoaneurysma. Unter Lepirudin war der PF4-Test negativ; das Medikament wurde abgesetzt. Nach UFH-Reexposition fielen die Thrombozyten erneut; ein zweiter PF4-Test war positiv, UFH wurde beendet und Warfarin begonnen. Drei Tage nach Entlassung wurde sie mit Schmerzen, Schwellung und Nekrose der rechten Flanke wiederaufgenommen; histologisch zeigten sich tiefe dermale Gefäßthrombosen passend zu einer Warfarin-induzierten Hautnekrose; erneut wurde Lepirudin eingeleitet.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht beschreibt einen Patienten, der nach Herzkatheteruntersuchung und Heparinexposition eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) entwickelte, kompliziert durch eine Warfarin-induzierte Hautnekrose (WISN). Lepirudin wurde eingeleitet, als der Verdacht auf HIT erstmals aufkam – und später abgesetzt, als der initiale PF4-Antikörpertest negativ ausfiel – und erneut, als sich die WISN entwickelte und Warfarin vorübergehend abgesetzt wurde. Obwohl Lepirudin im klinischen Management dieses Falles erscheint, beschreibt das Abstract weder dessen Herkunft noch seinen Mechanismus und zieht keine Verbindung zu Blutegeln oder Hirudotherapie. Der Fallbericht konzentriert sich auf die WISN-Komplikation und nicht auf die Blutegeltherapie. Lepirudin ist ein rekombinantes Derivat von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels (Greinacher, 2004); diese Arbeit untersucht das Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Howard-Thompson A, Usery JB, Lobo BL, Finch CK. Heparin-induced thrombocytopenia complicated by warfarin-induced skin necrosis. Am J Health Syst Pharm. 2008;65(12):1144-1147. doi:10.2146/ajhp070352. PMID: 18541684
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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