Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Hirudin verbessert das Überleben von Perforatorlappen: klinischer Anwendungsbericht und mechanistische Untersuchung

Hirudin enhances perforator flap survival: Clinical application report and mechanistic exploration

Klinische und tierexperimentelle Studie in der Zeitschrift Journal of stomatology, oral and maxillofacial surgery (2024)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungWei D et al. · Journal of stomatology, oral and maxillofacial surgery, 2024

Abstract

BACKGROUND AND PURPOSE: Hirudin, a potent anticoagulant, is used in traditional Chinese medicine (TCM) to treat thrombotic conditions and prevent postoperative thrombosis. Coagulation-related vascular complications are a common cause of perforator flaps failure. This study explores hirudin's potential to enhance flap growth by mitigating coagulation-related issues. MATERIALS AND METHODS: Patients were divided into GroupⅠ(hirudin group) and GroupⅡ(control). Laboratory tests covered red blood cell count (RBC), hematocrit (HCT), platelet count (PLT), monocyte count (MONO), prothrombin time (PT), activated partial thromboplastin time (APTT), fibrinogen (FIB), and D-Dimer. Clinical parameters, including capillary refill time (CRT), flap swelling, and survival status, were evaluated. Animal experiments used Sprague-Dawley (SD) rats to establish random skin flaps. The experimental side received hirudin injection, while the control side received saline. Flaps were photographed to calculate survival rate, and CD31 immunohistochemical (IHC) analysis was performed to calculate microvessel density (MVD). RESULTS: The study, with 29 patients, found significant CRT differences between groups on postoperative days 2 and 6 (p = 0.027; p = 0.019), favoring GroupⅠ. Swelling severity varied significantly over time; GroupⅡhad more pronounced swelling. GroupⅠshowed superior flap growth with fewer complications, statistically significant (p = 0.033). Specific lab indicators (MONO, PT, and FIB) were significant at certain times. In animal experiments, the experimental side consistently had higher flap survival and slightly increased CD31 expression at various times, with higher MVD on days 2 and 6. CONCLUSIONS: Hirudin enhances flap survival through diverse mechanisms, supporting its role as a complementary approach in perforator flap surgeries.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsRats, Sprague-DawleyRatsHirudinsMalePerforator FlapHumansFemaleMiddle AgedGraft SurvivalAdult

Zusammenfassung

29 Patienten mit Perforatorlappen erhielten Hirudin (Gruppe I) oder eine Kontrolle (Gruppe II); ergänzend wurden Ratten mit Zufallshautlappen untersucht. Die Kapillarfüllungszeit unterschied sich an den postoperativen Tagen 2 und 6 signifikant zugunsten von Gruppe I (p = 0,027; p = 0,019), mit signifikant besserem Lappenwachstum und weniger Komplikationen (p = 0,033). Im Tiermodell überlebten Lappen der Hirudin-Seite besser und zeigten an den Tagen 2 und 6 eine höhere Mikrogefäßdichte. Hirudin verbessere das Lappenüberleben über verschiedene Mechanismen, so die Autoren.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte, ob Hirudin – ein wirksames Antikoagulans, das in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet wird – das Überleben von Perforatorlappen verbessert, indem koagulationsbedingte vaskuläre Komplikationen gemildert werden, und bewertete sowohl eine klinische Kohorte von 29 Patienten als auch Sprague-Dawley-Ratten-Hautlappenmodelle. Die Behandlung mit Hirudin war mit einer verbesserten kapillären Wiederauffüllzeit, reduzierter Schwellung, überlegenem Lappenwachstum mit weniger Komplikationen und einer erhöhten Mikrogefäßdichte in der CD31-immunhistochemischen Analyse assoziiert. Hirudin ist weithin als das charakteristische Antikoagulans anerkannt, das mit der medizinischen Blutegeltherapie assoziiert ist, was dieser Studie eine konzeptuelle Relevanz für den Bereich der Hirudotherapie verleiht; allerdings behandelt der Abstract Hirudin ausschließlich als ein aus der TCM stammendes Agens, ohne Bezug auf Blutegel, Blutegelspeichel oder eine auf Blutegeln basierende Anwendung, wodurch die Verbindung indirekt wird. Die klinischen Befunde stammen aus einer begrenzten Patientenstichprobe ohne detaillierte methodische Beschreibung, und die tierexperimentellen Ergebnisse – obwohl suggestiv für ein verbessertes Lappenüberleben – sind nicht direkt auf tatsächliche Kontexte der Blutegeltherapie übertragbar.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Wei D, Lyu J, Wang B, He Y, Bi L. Hirudin enhances perforator flap survival: Clinical application report and mechanistic exploration. J Stomatol Oral Maxillofac Surg. 2024;125(3S):101868. doi:10.1016/j.jormas.2024.101868. PMID: 38588856

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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