Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Hirudin verzögert das Fortschreiten der diabetischen Nierenerkrankung durch Hemmung der Migration glomerulärer Endothelzellen und abnormaler Angiogenese

Hirudin delays the progression of diabetic kidney disease by inhibiting glomerular endothelial cell migration and abnormal angiogenesis

Mechanistische Studie in der Zeitschrift Biomedicine & Pharmacotherapy (2024)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: In-vitro-/LaborstudieSpeichel-PharmakologieArzneimittelentwicklungZhang J et al. · Biomedicine & pharmacotherapy, 2024

Abstract

BACKGROUND: In the early stages of diabetic kidney disease (DKD), the pathogenesis involves abnormal angiogenesis in the glomerulus. Hirudin, as a natural specific inhibitor of thrombin, has been shown in previous studies to inhibit the migration of various tumor endothelial cells and abnormal angiogenesis. However, its role in DKD remains unclear. METHODS: The effects of hirudin in DKD were studied using spontaneous type 2 diabetic db/db mice (which develop kidney damage at 8 weeks). Network pharmacology was utilized to identify relevant targets. An in vitro high glucose model was established using mouse glomerular endothelial cells (MGECs) to investigate the effects of hirudin on the migration and angiogenic capacity of MGECs. RESULTS: Hirudin can ameliorate kidney damage in db/db mice. Network pharmacology suggests its potential association with the VEGFA/VEGFR2 pathway. Western blot and immunohistochemistry demonstrated elevated protein expression levels of VEGFA, VEGFR2, AQP1, and CD31 in db/db mice, while hirudin treatment reduced their expression. In the MGECs high glucose model, hirudin may reverse the enhanced migration and angiogenic capacity of MGECs in a high glucose environment by altering the expression of VEGFA, VEGFR2, AQP1, and CD31. Moreover, the drug effect gradually increases with higher concentrations of hirudin. CONCLUSIONS: This study suggests that hirudin can improve early-stage diabetic kidney disease kidney damage by inhibiting the migration and angiogenesis of glomerular endothelial cells, thereby further expanding the application scope of hirudin. Additionally, the study found increased expression of AQP1 in DKD, providing a new perspective for further research on the potential pathogenesis of DKD.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsDiabetic NephropathiesHirudinsEndothelial CellsKidney GlomerulusCell MovementNeovascularization, PathologicMiceMaleDisease ProgressionVascular Endothelial Growth Factor AMice, Inbred C57BLVascular Endothelial Growth Factor Receptor-2Network PharmacologyAngiogenesis

Zusammenfassung

Die Studie untersuchte die Wirkung von Hirudin auf die frühe diabetische Nierenerkrankung (DKD) an spontan-diabetischen db/db-Mäusen mit Nierenschäden ab 8 Wochen sowie an einem Hochglukose-Modell mit glomerulären Endothelzellen der Maus (MGECs). Bei den db/db-Mäusen waren VEGFA, VEGFR2, AQP1 und CD31 erhöht; Hirudin senkte ihre Expression. In vitro kehrte Hirudin die verstärkte Migration und Angiogenese der MGECs möglicherweise konzentrationsabhängig um. Den Autoren zufolge kann Hirudin das Fortschreiten der frühen DKD verzögern; die erhöhte AQP1-Expression biete eine neue Perspektive für die Pathogeneseforschung.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte, wie Hirudin die Frühphase der diabetischen Nierenerkrankung (DKD) beeinflusst, indem sie spontane db/db-Mäuse mit Typ-2-Diabetes sowie In-vitro-Hochglukosemodelle glomerulärer Endothelzellen der Maus verwendete. Sie fand heraus, dass Hirudin Nierenschäden durch Herunterregulierung des VEGFA/VEGFR2-Signalwegs lindert und dadurch abnormale glomeruläre Angiogenese sowie Endothelzellmigration hemmt. Dies hebt einen neuartigen antiangiogenen Mechanismus einer bekannten Blutegel-Sekretom-Komponente hervor und deutet auf breitere therapeutische Potenziale hin. Die wesentliche Einschränkung besteht darin, dass es sich um präklinische, mechanistische Befunde aus Tier- und Zellmodellen handelt, die keine klinische Wirksamkeit oder Sicherheit für die Hirudotherapie bei menschlichen Diabetespatienten belegen.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Zhang J, Li Y, Zhang F, Zhang Y, Zhang L, Zhao Y, et al. Hirudin delays the progression of diabetic kidney disease by inhibiting glomerular endothelial cell migration and abnormal angiogenesis. Biomed Pharmacother. 2024;179:117300. doi:10.1016/j.biopha.2024.117300. PMID: 39178812

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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