Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Herzinsuffizienz infolge schwerer Anämie durch oropharyngeale Blutegelinfestation: ein Fallbericht

Heart failure secondary to severe anemia from oropharyngeal leech infestation: a case report

Fallbericht in der Zeitschrift Int J Surg Case Rep (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & InfektionskontrolleTiruneh et al. · International journal of surgery case reports, 2025

Abstract

INTRODUCTION: Leeches can rarely act as blood-sucking endoparasites. The major ways to acquire leeches are swimming in streams, ponds, and drinking contaminated water. CASE PRESENTATION: In this case, a 5-year-old female patient presented with nasal bleeding, hematemesis, and melena of two weeks' duration. She has a history of drinking water from streams and ponds. She has easy fatiguability and is unable to play as usual for a one-week duration. DISCUSSION: Leech infestation is described as an important source of hemorrhage and subsequent anemia, particularly in children. Leeches can feed on a volume of blood nearly 10 times their body weight. This happens after adhering and piercing the host's mucosa, a process that is painless owing to a local anesthetic released in the leech's saliva. They get access to the human body either by drinking unfiltered water or through the natural orifices of individuals who swim, play, or bathe in contaminated water. Due to this method of spread, nearly all cases have been reported from developing countries where access to and use of safe water is limited, particularly in rural areas. CONCLUSION: Leech infestation should be considered as a possible cause of heart failure, unexplained hematemesis, spitting of blood and acute onset severe anemia in rural areas. Early identification and removal leech, along with timely transfusion, are critical and often life saving.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article

Zusammenfassung

Ein 5-jähriges Mädchen präsentierte sich mit seit zwei Wochen bestehender Epistaxis, Hämatemesis und Melaena sowie seit einer Woche mit leichter Ermüdbarkeit; anamnestisch trank sie Wasser aus Bächen und Teichen. Blutegel können selten als blutsaugende Endoparasiten wirken und nahezu das 10-Fache ihres Körpergewichts an Blut aufnehmen. Die Autoren schlussfolgern, dass eine Blutegelinfestation in ländlichen Gebieten als mögliche Ursache von Herzinsuffizienz, unklarer Hämatemesis, Blutspeien und akuter schwerer Anämie erwogen werden sollte und frühe Entfernung sowie rechtzeitige Transfusion oft lebensrettend sind.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt ein 5-jähriges Mädchen, das mit Nasenbluten, Hämatemesis und Meläna von zweiwöchiger Dauer vorstellig wurde, mit einer Vorgeschichte des Trinkens von Wasser aus Bächen und Teichen. Das Abstract weist darauf hin, dass Blutegel Blutvolumina bis zum Zehnfachen ihres Körpergewichts aufnehmen können und ein Lokalanästhetikum in ihrem Speichel abgeben, das die Anheftung an der Schleimhaut schmerzfrei macht, und schlussfolgert, dass ein Blutegelbefall als mögliche Ursache von Herzinsuffizienz, unerklärter Hämatemesis und akuter schwerer Anämie in ländlichen Gebieten in Betracht gezogen werden sollte. Dieser Bericht liefert relevante biologische Informationen zur Mechanik der Blutegelernährung und zu den Speicheleigenschaften, allerdings aus parasitologischer statt aus therapeutischer Perspektive. Einschränkung: Es handelt sich um einen einzelnen Fallbericht einer zufälligen parasitären Infestation, nicht um therapeutische Hirudotherapie; das klinische Szenario unterscheidet sich grundlegend von der gezielten Anwendung von Blutegeln.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Tiruneh MB, Bogale K, Ayana B, Bite G, Amare M, Dessalegn M. Heart failure secondary to severe anemia from oropharyngeal leech infestation: a case report. Int J Surg Case Rep. 2025;135:111859. doi:10.1016/j.ijscr.2025.111859. PMID: 40850162

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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