Therapieoptionen bei heparininduzierter Thrombozytopenie
Treatment options for heparin-induced thrombocytopenia
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift American journal of health-system pharmacy : AJHP : official journal of the American Society of Health-System Pharmacists (2003)
Abstract
Appropriate management, as well as efficacy and safety, of heparin-induced thrombocytopenia (HIT) and prevention of severe consequences with argatroban and lepirudin are discussed. Heparin-induced thrombocytopenia, a serious immune-mediated drug reaction, can occur as an isolated incident (isolated HIT) or with acute thrombosis sometimes referred to as HIT and associated thrombosis syndrome (HITTS). Due to the severe consequences associated with HIT, appropriate management is critical. Argatroban and lepirudin, two direct thrombin inhibitors (DTIs), are currently FDA approved for use in patients with HIT. The clinical experience with these agents is critically examined in this article. The safety and efficacy of argatroban in management of HIT were the subject of a single published clinical trial. The study was designed to reflect conventional clinical practice, whereby treatment of patients with HIT was initiated upon clinical suspicion. In several of these patients, HIT antibodies could not be demonstrated. Compared to historical controls, argatroban demonstrated efficacy in patients with isolated HIT; however, no differences were observed in HIT patients with acute thrombosis. Rates of bleeding episodes did not differ between argatroban and control. The clinical efficacy and safety of lepirudin have been the subject of three clinical trials and one large drug monitoring program. Lepirudin has demonstrated benefit in HIT patients with or without existing thromboembolism. Bleeding rates were higher than in the historical control. However, bleedings requiring transfusion did not differ. Although no direct head-to-head comparison trials of argatroban and lepirudin have been conducted, parallels can be drawn between the agents based on careful review of published clinical trials. Consistently, rates of new thrombosis, limb amputation, and death appear to be lower in patients treated with lepirudin as compared with those treated with argatroban, whereas the risk for major bleeding per patient day seems to be similar with both DTIs.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Argatroban und Lepirudin, FDA-zugelassene direkte Thrombininhibitoren, werden bei heparininduzierter Thrombozytopenie (HIT) bewertet. Argatroban stützt sich auf eine einzige Studie: Wirksamkeit gegenüber historischen Kontrollen bei isolierter HIT, kein Unterschied bei akuter Thrombose oder Blutungsraten. Lepirudin wurde in drei Studien und einem großen Arzneimittelüberwachungsprogramm untersucht; die Blutungsraten lagen über denen der historischen Kontrolle, transfusionspflichtige Blutungen unterschieden sich nicht. Ohne direkte Vergleichsstudien scheinen neue Thrombosen, Amputationen und Todesfälle unter Lepirudin seltener als unter Argatroban; das Risiko schwerer Blutungen pro Patiententag scheint ähnlich.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Artikel untersucht kritisch die Wirksamkeit und Sicherheit von Argatroban und Lepirudin – beides direkte Thrombininhibitoren, die von der FDA für die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) zugelassen sind – und stützt sich dabei auf publizierte klinische Studien sowie ein Arzneimittelüberwachungsprogramm. Lepirudin, das bei HIT-Patienten mit oder ohne bestehende Thromboembolie einen Nutzen zeigt, ist ein rekombinantes Hirudin-Produkt. Die Übersichtsarbeit legt nahe, dass Lepirudin im Vergleich zu Argatroban möglicherweise geringere Raten neuer Thrombosen, Gliedmaßenamputationen und Todesfälle aufweist, wobei sich die Raten transfusionspflichtiger Blutungen nicht signifikant unterschieden. Es wurden keine direkten Head-to-Head-Vergleichsstudien durchgeführt, diese Beobachtungen stammen aus indirekten Vergleichen über unterschiedlich konzipierte Studien, und der Artikel betrifft das rekombinante Pharmazeutikum, nicht jedoch eine Therapie mit lebenden Blutegeln oder das native Blutegelsekretom.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
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