Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Ciprofloxacin-resistente Aeromonas-Infektion nach Blutegeltherapie bei Fingerreplantation: Bericht über 2 Fälle

Ciprofloxacin-resistant Aeromonas infection following leech therapy for digit replantation: report of 2 cases

Fallserie in der Zeitschrift Journal of Hand Surgery (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtSicherheit & Infektionskontrollevan Alphen NA, Gonzalez A, McKenna MC, McKenna TK, Carlsen BT, Moran SL · The Journal of hand surgery, 2014

Abstract

Medicinal leeches are commonly used after finger replantation to treat surgically unsalvageable venous congestion. Infection from Aeromonas hydrophila is a recognized complication of leech therapy that can be underestimated by the medical community. Ciprofloxacin and trimethoprim-sulfamethoxazole are the most commonly recommended prophylactic antibiotics used to prevent A. hydrophila infections during leech therapy. Here, we report 2 cases of ciprofloxacin-resistant Aeromonas infections, occurring within 4 months of each other. Both cases developed after leech therapy for unsuccessful digital replantation. These infections were successfully treated with ceftriaxone. Ciprofloxacin-resistant Aeromonas should be recognized when determining prophylactic antibiotic protocols for replant centers when leech therapy is used for finger replantation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAdultAeromonas hydrophilaAnimalsAnti-Bacterial AgentsCiprofloxacinDrug Resistance, BacterialFinger InjuriesGram-Negative Bacterial InfectionsHumansLeechingMiddle AgedReplantation

Zusammenfassung

Medizinische Blutegel werden nach Fingerreplantation häufig zur Behandlung chirurgisch nicht mehr rettbarer venöser Stauung eingesetzt; Aeromonas-hydrophila-Infektionen sind eine anerkannte Komplikation, die unterschätzt werden kann, wobei Ciprofloxacin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol als Prophylaxe am häufigsten empfohlen werden. Berichtet wird über zwei innerhalb von 4 Monaten aufgetretene Ciprofloxacin-resistente Aeromonas-Infektionen nach Blutegeltherapie bei erfolgloser Fingerreplantation; beide wurden erfolgreich mit Ceftriaxon behandelt. Die Autoren fordern, diese Resistenz bei der Festlegung prophylaktischer Antibiotikaprotokolle in Replantationszentren zu berücksichtigen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Bericht beschreibt zwei Fälle Ciprofloxacin-resistenter Aeromonas-Infektionen, die innerhalb von vier Monaten auftraten, beide entwickelten sich nach Blutegeltherapie bei erfolgloser digitaler Replantation. Die Infektionen wurden erfolgreich mit Ceftriaxon behandelt. Die Autoren weisen darauf hin, dass Ciprofloxacin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol die am häufigsten empfohlenen prophylaktischen Antibiotika zur Prävention von A.-hydrophila-Infektionen während der Blutegeltherapie sind, und legen nahe, dass Ciprofloxacin-resistente Aeromonas bei der Festlegung prophylaktischer Antibiotikaprotokolle für Replantationszentren, die Blutegeltherapie einsetzen, berücksichtigt werden sollten. Dies ist relevant für die Praxis der Hirudotherapie, da es klinische Infektionen durch Ciprofloxacin-resistente Stämme im Zusammenhang mit der Verwendung medizinischer Blutegel dokumentiert. Allerdings beschränkt sich die Evidenz auf zwei Fallberichte, und es werden keine Daten zur Resistenzprävalenz, zur Wirksamkeit alternativer Prophylaxeregime oder zu breiteren epidemiologischen Mustern angegeben.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

van Alphen NA, Gonzalez A, McKenna MC, McKenna TK, Carlsen BT, Moran SL. Ciprofloxacin-resistant Aeromonas infection following leech therapy for digit replantation: report of 2 cases. J Hand Surg Am. 2014;39(3):499-502. doi:10.1016/j.jhsa.2013.11.041. PMID: 24495623

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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