Bivalirudin als Alternative zu Heparin zur Antikoagulation bei Säuglingen und Kindern
Bivalirudin as an Alternative to Heparin for Anticoagulation in Infants and Children
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift The journal of pediatric pharmacology and therapeutics : JPPT : the official journal of PPAG (2015)
Abstract
Bivalirudin, a direct thrombin inhibitor, is a useful alternative to heparin for anticoagulation in infants and children. It has been found to be effective in patients requiring treatment of thrombosis, as well as those needing anticoagulation during cardiopulmonary bypass, extracorporeal life support, or with a ventricular assist device. While it has traditionally been used in patients who were unresponsive to heparin or who developed heparin-induced thrombocytopenia, it has recently been studied as a first-line agent. Bivalirudin, unlike heparin, does not require antithrombin to be effective, and as a result, has the potential to provide a more consistent anticoagulation. The case reports and clinical studies currently available suggest that bivalirudin is as effective as heparin at reaching target activated clotting times or activated partial thromboplastin times, with equivalent or the lower rates of bleeding or thromboembolic complications. It is more expensive than heparin, but the cost may be offset by reductions in the costs associated with heparin use, including anti-factor Xa testing and the need for administration of antithrombin. The most significant disadvantage of bivalirudin remains the lack of larger prospective studies demonstrating its efficacy and safety in the pediatric population.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Bivalirudin, ein direkter Thrombininhibitor, ist im Kindesalter eine Alternative zu Heparin, wirksam bei Thrombosebehandlung sowie zur Antikoagulation am kardiopulmonalen Bypass. Es wurde bei Heparin-Unwirksamkeit oder heparininduzierter Thrombozytopenie eingesetzt und jüngst als Mittel der ersten Wahl untersucht. Anders als Heparin benötigt es kein Antithrombin und kann so eine konsistentere Antikoagulation ermöglichen. Fallberichte und klinische Studien deuten darauf hin, dass Bivalirudin Ziel-ACT oder -aPTT ebenso gut erreicht wie Heparin, mit ähnlichen oder geringeren Blutungs- oder Thromboembolieraten; größere prospektive Studien fehlen.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieses Review untersucht Bivalirudin, das in der Zusammenfassung als direkter Thrombininhibitor und nützliche Alternative zu Heparin zur Antikoagulation bei Säuglingen und Kindern beschrieben wird, einschließlich bei der Behandlung von Thrombosen, beim kardiopulmonalen Bypass, bei extrakorporaler Lebenserhaltung und bei ventrikulären Unterstützungssystemen. Bivalirudin benötigt Antithrombin nicht als Cofaktor und bietet potenziell eine konsistentere Antikoagulation als Heparin; verfügbare Fallberichte und klinische Studien deuten auf vergleichbare oder günstigere Wirksamkeit und Sicherheit hin, obwohl größere prospektive pädiatrische Studien fehlen. Die Zusammenfassung erwähnt weder Blutegel, Hirudotherapie, Hirudin noch irgendeine aus Blutegeln stammende Herkunft von Bivalirudin. Bivalirudin (früher Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, dessen Design teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin – dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels – basiert (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Buck ML. Bivalirudin as an Alternative to Heparin for Anticoagulation in Infants and Children. J Pediatr Pharmacol Ther. 2015;20(6):408-417. doi:10.5863/1551-6776-20.6.408. PMID: 26766931
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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