Einfluss eines Programms zur Selbstüberwachung und zum Selbstmanagement der oralen Antikoagulation bei Patienten mit mechanischer Herzklappenprothese
Impact of an oral anticoagulation self-monitoring and self-management program in patients with mechanical heart valve prosthesis
Retrospektive Beobachtungsstudie in der Zeitschrift Journal of comparative effectiveness research (2021)
Abstract
Objective: To analyze impact of implementation of an oral anticoagulation self-monitoring and self-management program among patients with mechanical valve prosthesis. Materials & methods: Observational and retrospective study performed in Hospital Moises Broggi, Barcelona, Spain. The program started on June 2019. The study compared 6-month period before and after the implementation of the program. Results: The study included 44 patients. There was a numerical increase of time in therapeutic range from 53.6 ± 21.3% to 57.1 ± 15.7% (p = 0.30). Proportion of patients with international normalized ratio (INR) >5 significantly decreased from 3.9 to 2.0% (p = 0.04). No significant differences were observed in thromboembolic or bleeding complications. Visits to emergency department decreased from (29.5 to 22.7%; p = 0.41). Conclusion: Oral anticoagulation self-monitoring and self-management program seems an appropriate approach that could provide additional benefits in selected patients with mechanical valve prosthesis.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Retrospektive Beobachtungsstudie: Bei 44 Patienten mit mechanischer Herzklappenprothese wurden die 6 Monate vor und nach Start eines Selbstüberwachungs- und Selbstmanagementprogramms der oralen Antikoagulation verglichen. Die Zeit im therapeutischen Bereich stieg numerisch von 53,6 ± 21,3 % auf 57,1 ± 15,7 % (p = 0,30); der Anteil der Patienten mit INR > 5 sank signifikant von 3,9 % auf 2,0 % (p = 0,04). Thromboembolische und Blutungskomplikationen unterschieden sich nicht signifikant. Laut Autoren könnte das Programm ausgewählten Patienten zusätzliche Vorteile bieten.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese retrospektive Beobachtungsstudie analysierte die Auswirkungen der Implementierung eines Programms zur Selbstüberwachung und zum Selbstmanagement der oralen Antikoagulation bei Patienten mit mechanischen Herzklappenprothesen. Für die American Society of Hirudotherapy ist diese Forschung konzeptionell relevant, da sie das heikle klinische Management einer systemischen Antikoagulation zur Verhinderung von Thrombosen ohne Verursachung von Blutungen untersucht. Die in dieser Studie bewerteten physiologischen Trade-offs spiegeln die lokalen gerinnungshemmenden Effekte von Blutegelsekretom-Komponenten wie Hirudin wider, allerdings systemisch angewendet. Der Fokus dieser Studie beschränkt sich jedoch strikt auf die Bewertung des Selbstmanagements von Vitamin-K-Antagonisten durch die Patienten. Die Zusammenfassung enthält keine Erwähnung von Blutegeln, Hirudotherapie oder dem Blutegelsekretom, sodass die Verbindung zum Fachgebiet rein thematischer Natur ist.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Blanch P, Freixa-Pamias R, Gambau M, Lafuente R, Basile L. Impact of an oral anticoagulation self-monitoring and self-management program in patients with mechanical heart valve prosthesis. J Comp Eff Res. 2021;10(4):307-314. doi:10.2217/cer-2020-0215. PMID: 33594899
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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