Bivalirudin: eine Übersichtsarbeit
Bivalirudin: a review
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Expert Opinion on Pharmacotherapy (2005)
Abstract
Bivalirudin (Angiomax) is a thrombin-inhibiting oligopeptide that was developed via rational drug design as a hirudin analogue ('hirulog'). Similar to hirudin, it is a bivalent thrombin inhibitor, as its 20-amino acid structure combines a carboxy-terminal region that recognises thrombin's fibrin(ogen)-binding site, and an amino-terminal tetrapeptide that inhibits the active site of thrombin, connected by a tetraglycine spacer. It has certain pharmacological advantages over hirudin, including enzymic metabolism (less dependence on renal clearance) and low immunogenicity (reduced potential for anaphylaxis). Bivalirudin is approved for use in percutaneous transluminal coronary angioplasty (PTCA), and is undergoing active investigation for anticoagulation during cardiac surgery, both 'off-pump' and with cardiopulmonary bypass ('on-pump'). Anecdotal 'off-label' experience for the treatment of heparin-induced thrombocytopenia shows promise.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Bivalirudin (Angiomax) ist ein thrombinhemmendes Oligopeptid, das als Hirudin-Analogon („Hirulog“) durch rationales Wirkstoffdesign entwickelt wurde. Ähnlich wie Hirudin wirkt es bivalent: Eine carboxyterminale Region erkennt die Fibrin(ogen)-Bindungsstelle von Thrombin, ein aminoterminales Tetrapeptid hemmt das aktive Zentrum, verbunden über einen Tetraglycin-Spacer. Vorteile gegenüber Hirudin sind enzymatischer Metabolismus (geringere Abhängigkeit von renaler Clearance) und niedrige Immunogenität. Zugelassen ist Bivalirudin für die PTCA; untersucht wird es zur Antikoagulation in der Herzchirurgie, und anekdotische Off-Label-Erfahrungen bei HIT sind vielversprechend.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Review beschreibt Bivalirudin, ein Thrombin-inhibierendes Oligopeptid, das durch rationales Wirkstoffdesign als Hirudin-Analogon ('Hirulog') entwickelt wurde, und behandelt seine bivalente 20-Aminosäuren-Struktur, pharmakologischen Vorteile gegenüber Hirudin (einschließlich enzymatischem Metabolismus und geringer Immunogenität), die zugelassene klinische Anwendung bei der perkutanen transluminalen Koronarangioplastie sowie untersuchte Anwendungen in der Herzchirurgie und bei Heparin-induzierter Thrombozytopenie. Der Abstract erörtert Bivalirudin explizit in Bezug auf Hirudin. Der Abstract verweist jedoch weder auf Blutegel, Blutegelspeichel oder Hirudotherapie, und als Review liefert er keine originären experimentellen oder klinischen Daten.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Verwandter klinischer Kontext
Erfahren Sie, wie diese Forschung mit der klinischen Praxis verknüpft ist
Verwandte Forschungsarbeiten
Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Arzneimittelentwicklung“.
- Hirudotherapie in Medizin und Zahnmedizin — Jha K et al. (2015)
- Blutegeltherapie: eine Geschichte — Hyson J (2005)
- Hirudine der asiatischen medizinischen Blutegelart Hirudinaria manillensis: gleich und doch verschieden — Lukas P et al. (2019)
- Transcriptomic analysis of the salivary gland of medicinal leech Hirudo nipponia — Lu Z et al. (2018)
- Molekulardynamische und pharmakologische Untersuchungen an durch Protein-Engineering erzeugten Hirudin-Varianten von Hirudinaria manillensis und Hirudo medicinalis — Sun Y et al. (2022)
- Zellfreie Synthese der Hirudin-Variante 1 des blutsaugenden Egels Hirudo medicinalis — Wüstenhagen D et al. (2020)
- Produktion von Hirudin-Varianten durch gentechnisch veränderte mikrobielle Zellfabriken — Zhang J, Lan N (2018)
- Hirudin bei heparininduzierter Thrombozytopenie — Lubenow N, Greinacher A (2002)
- Hirudin verbessert die diabetische Nephropathie durch Hemmung der Gsdmd-vermittelten Pyroptose — Han J et al. (2023)
- Hirudin als alternatives Antikoagulans – eine historische Übersicht — Markwardt F (2002)
Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026