Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Bivalirudin-Anwendung während Hochfrequenz-Katheterablationen bei zwei Patienten mit anamnestischer heparininduzierter Thrombozytopenie

Bivalirudin use during radiofrequency catheter ablation procedures in two patients with a history of heparin-induced thrombocytopenia

Fallserie in der Zeitschrift Pharmacotherapy (2010)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungBaetz BE et al. · Pharmacotherapy, 2010

Abstract

Current guidelines recommend using bivalirudin, a direct thrombin inhibitor,as a preferred alternative to unfractionated heparin in patients with heparin induced thrombocytopenia (HIT) for percutaneous coronary intervention, as well as for cardiac and vascular surgery. Anticoagulation during radiofrequency catheter ablation (RFA) procedures may be another potential use for bivalirudin in the setting of HIT. Radiofrequency catheter ablation procedures involving left atrial or left ventricular access are increasingly employed as a method to treat cardiac arrhythmias. Because stroke risk is a serious complication of RFA, anticoagulation is required during this procedure. We describe the first report, to our knowledge, of successful use of bivalirudin anticoagulation during RFA procedures in two patients with a history of clinically diagnosed HIT that precluded the use of unfractionated heparin or low-molecular-weight heparin. One of the patients underwent RFA for ventricular tachycardia, the other for pulmonary vein isolation for the treatment of atrial fibrillation. In both patients, bivalirudin was administered as a 0.75-mg/kg intravenous bolus, followed by a 1.75-mg/kg/hour infusion.Activated clotting time (ACT) was measured after the initial bolus in each patient. However, no dosage adjustment was made based on the ACT, and the infusion rate of bivalirudin remained fixed during the procedures. Both procedures were completed without any embolic events. No bleeding or clotting events were noted; one patient experienced minor access site oozing that was not felt to be clinically important. Bivalirudin is a therapeutic option for anticoagulation during left-sided catheter RFA procedures in patients with a history of HIT.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsAntithrombinsAtrial FibrillationCatheter AblationHeparinHirudinsHumansPeptide FragmentsRecombinant ProteinsTachycardia, VentricularThrombocytopeniaTreatment Outcome

Zusammenfassung

Berichtet wird nach Wissen der Autoren erstmals über eine Bivalirudin-Antikoagulation bei Hochfrequenz-Katheterablation zweier Patienten mit klinisch diagnostizierter HIT, die unfraktioniertes oder niedermolekulares Heparin ausschloss. Einer wurde wegen ventrikulärer Tachykardie abladiert, der andere wegen Vorhofflimmerns (Pulmonalvenenisolation). Beide erhielten 0,75 mg/kg intravenös als Bolus und 1,75 mg/kg/h als fixe Infusion; es gab keine embolischen, Blutungs- oder Gerinnungsereignisse; ein Patient hatte eine geringe, als klinisch unbedeutend eingeschätzte Sickerblutung an der Punktionsstelle. Die Autoren sehen Bivalirudin als Option für linksseitige Ablationen bei HIT-Anamnese.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt den ersten berichteten erfolgreichen Einsatz von Bivalirudin – eines direkten Thrombininhibitors – zur Antikoagulation während einer Hochfrequenz-Katheterablation bei zwei Patienten mit Heparin-induzierter Thrombozytopenie in der Vorgeschichte (einer mit ventrikulärer Tachykardie, einer mit Vorhofflimmern und Pulmonalvenenisolation). Bivalirudin wurde als Bolus von 0,75 mg/kg, gefolgt von einer Infusion von 1,75 mg/kg/Stunde, verabreicht, und beide Eingriffe wurden ohne embolische Ereignisse abgeschlossen; ein Patient wies eine geringfügige Sickerblutung an der Zugangsstelle auf. Die Evidenz beschränkt sich auf zwei Fälle ohne Kontrollgruppe oder Langzeit-Follow-up. Bivalirudin (früher Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des Medizinischen Blutegels, basiert (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Medikament, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Baetz BE, Gerstenfeld EP, Kolansky DM, Spinler SA. Bivalirudin use during radiofrequency catheter ablation procedures in two patients with a history of heparin-induced thrombocytopenia. Pharmacotherapy. 2010;30(9):952. doi:10.1592/phco.30.9.952. PMID: 20812431

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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