Identifizierung von Lactoferrin als humaner Dedifferenzierungsfaktor durch Studien zu den Mechanismen der Geweberegeneration bei Reptilien
Identification of lactoferrin as a human dedifferentiation factor through the studies of reptile tissue regeneration mechanisms
Experimentelle Grundlagenstudie in der Zeitschrift Journal of microbiology and biotechnology (2014)
Abstract
In this study, we performed two-dimensional electrophoresis with protein extracts from lizard tails, and analyzed the protein expression profiles during the tissue regeneration to identify the dedifferentiation factor. As a result, we identified 18 protein spots among total of 292 spots, of which proteins were specifically expressed during blastema formation. We selected lactoferrin as a candidate because it is the mammalian homolog of leech-derived tryptase inhibitor, which showed the highest frequency among the 18 proteins. Lactoferrin was specifically expressed in various stem cell lines, and enhanced the efficiency of iPSC generation upto approximately 7-fold relative to the control. Furthermore, lactoferrin increased the efficiency by 2-fold without enforced expression of Klf4. These results suggest that lactoferrin may induce dedifferentiation, at least partly by increasing the expression of Klf4.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Mittels zweidimensionaler Elektrophorese mit Proteinextrakten aus Eidechsenschwänzen wurde das Proteinprofil während der Geweberegeneration analysiert, um Dedifferenzierungsfaktoren zu identifizieren. Von 292 Protein-Spots waren 18 spezifisch während der Blastembildung exprimiert. Lactoferrin, das Homolog eines aus Blutegeln stammenden Tryptase-Inhibitors, wurde ausgewählt; es war in verschiedenen Stammzelllinien spezifisch exprimiert und steigerte die iPSC-Generierung gegenüber der Kontrolle bis auf etwa das 7-Fache sowie um das 2-Fache ohne erzwungene Klf4-Expression. Den Autoren zufolge kann Lactoferrin Dedifferenzierung zumindest teilweise über eine Steigerung der Klf4-Expression induzieren.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Diese Studie analysierte Proteinexpressionsprofile während der Schwanzregeneration bei Eidechsen, um Dedifferenzierungsfaktoren zu identifizieren, und wählte Laktotransferrin als Kandidaten aus, da es als das Säugetier-Homolog des aus Blutegeln stammenden Tryptase-Inhibitors beschrieben wird. Die Studie testete Laktotransferrin, nicht die aus Blutegeln stammende Verbindung selbst, und zeigte, dass es die Erzeugung induzierter pluripotenter Stammzellen ungefähr um das 7-fache steigerte und eine Dedifferenzierung möglicherweise teilweise durch erhöhte Klf4-Expression induziert. Die Forschung befasst sich nicht mit Hirudotherapie oder direkter Anwendung aus Blutegeln stammender Verbindungen. Ihre Relevanz für die American Society of Hirudotherapy ist streng indirekt und vermerkt lediglich, dass ein aus Blutegeln stammendes Protein als Homolog des Kandidatenmoleküls der Studie referenziert wurde.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Bae KS, Kim SY, Park SY, Jeong AJ, Lee HH, Lee J, et al. Identification of lactoferrin as a human dedifferentiation factor through the studies of reptile tissue regeneration mechanisms. J Microbiol Biotechnol. 2014;24(6):869-878. doi:10.4014/jmb.1402.02009. PMID: 24633229
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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