Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Bewertung der Position der kardiologischen Fachgemeinschaft zur transradialen Intervention und zum Einsatz von Bivalirudin bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom unter invasiver Strategie: Ergebnisse einer EAPCI-Umfrage

Assessing the cardiology community position on transradial intervention and the use of bivalirudin in patients with acute coronary syndrome undergoing invasive management: results of an EAPCI survey

Webbasierte Umfrage in der Zeitschrift EuroIntervention (2016)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungKlinische LiteraturAdamo M et al. · EuroIntervention, 2016

Abstract

AIMS: Our aim was to report on a survey initiated by the European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI) collecting the opinion of the cardiology community on the invasive management of acute coronary syndrome (ACS), before and after the MATRIX trial presentation at the American College of Cardiology (ACC) 2015 Scientific Sessions. METHODS AND RESULTS: A web-based survey was distributed to all individuals registered on the EuroIntervention mailing list (n=15,200). A total of 572 and 763 physicians responded to the pre- and post-ACC survey, respectively. The radial approach emerged as the preferable access site for ACS patients undergoing invasive management with roughly every other responder interpreting the evidence for mortality benefit as definitive and calling for a guidelines upgrade to class I. The most frequently preferred anticoagulant in ACS patients remains unfractionated heparin (UFH), due to higher costs and greater perceived thrombotic risks associated with bivalirudin. However, more than a quarter of participants declared the use of bivalirudin would increase after MATRIX. CONCLUSIONS: The MATRIX trial reinforced the evidence for a causal association between bleeding and mortality and triggered consensus on the superiority of the radial versus femoral approach. The belief that bivalirudin mitigates bleeding risk is common, but UFH still remains the preferred anticoagulant based on lower costs and thrombotic risks.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAcute Coronary SyndromeAdultAntithrombinsAttitude of Health PersonnelCardiologyFemoral ArteryHirudinsHumansMiddle AgedPeptide FragmentsPercutaneous Coronary InterventionRadial ArteryRecombinant ProteinsSocieties, MedicalSurveys and Questionnaires

Zusammenfassung

Per Online-Befragung des EuroIntervention-Verteilers (n = 15 200) vor und nach der MATRIX-Präsentation beim ACC 2015 antworteten 572 bzw. 763 Ärztinnen und Ärzte. Der Radialzugang galt als bevorzugter Gefäßzugang, wobei etwa jeder zweite Befragte die Evidenz für einen Mortalitätsnutzen als definitiv ansah und eine Klasse-I-Empfehlung forderte. Bevorzugtes Antikoagulans blieb unfraktioniertes Heparin; über ein Viertel erwartete nach MATRIX mehr Bivalirudin-Anwendung. Die Autoren sehen durch MATRIX die kausale Assoziation zwischen Blutung und Mortalität gestärkt und den Radialzugang als überlegen.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Artikel berichtet über eine webbasierte Umfrage der European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI), die an über 15.200 EuroIntervention-Registrierte verteilt wurde, mit 572 Antworten vor und 763 Antworten nach ACC 2015, zur Bewertung der ärztlichen Präferenzen für das invasive Management des akuten Koronarsyndroms. Unfraktioniertes Heparin blieb das am häufigsten bevorzugte Antikoagulans gegenüber Bivalirudin, weitgehend aufgrund höherer Kosten und wahrgenommener thrombotischer Risiken in Verbindung mit Bivalirudin, obwohl mehr als ein Viertel der Teilnehmer einen gesteigerten Bivalirudin-Einsatz nach der Präsentation der MATRIX-Studie erwartete. Das Abstract selbst enthält keine Erwähnung von Blutegeln, Hirudotherapie oder Egelsekretom-Wissenschaft. Es handelt sich um eine ärztliche Meinungsumfrage und nicht um eine klinische Studie. Bivalirudin (früher Hirulog) ist ein synthetisches Peptid-Antikoagulans, das teilweise auf der C-terminalen Sequenz von Hirudin, dem Antikoagulans des medizinischen Blutegels, basiert (Maraganore et al., 1990); diese Arbeit untersucht das Arzneimittel, nicht die Blutegeltherapie.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Adamo M, Byrne RA, Baumbach A, Haude M, Windecker S, Valgimigli M. Assessing the cardiology community position on transradial intervention and the use of bivalirudin in patients with acute coronary syndrome undergoing invasive management: results of an EAPCI survey. EuroIntervention. 2016;12(9):1154-1163. doi:10.4244/EIJY15M12_01. PMID: 26674737

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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