Pathophysiologie und therapeutische Beeinflussung der Thrombingenerierung bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit
Pathophysiology and therapeutic modification of thrombin generation in patients with coronary artery disease
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift European Journal of Pharmacology (2000)
Abstract
Thrombin plays a central role in thrombogenesis: it activates platelets, converts fibrinogen to fibrin, and activates factor XIII, which then crosslinks and stabilizes the fibrin clot. In addition, thrombin amplifies coagulation by activating factors VIII and V, key cofactors in the generation of activated factor X and thrombin, respectively. Even platelet function is influenced by thrombin. Hence, thrombin generation is most important both in the chronic progression of coronary atherosclerotic disease and in its conversion to acute events. To date, various therapeutic approaches capitalize on this knowledge by targeting specific thrombin-related pathways. Among the successful and carefully documented pharmacologic strategies in acute or chronic coronary heart disease are the use of unfractioned heparin, low-molecular-weight heparin, thrombolysis, hirudin, and/or inhibition of thrombin generation by glycoprotein IIb/IIIa antagonists, most often utilized on top of antiplatelet therapy (e.g., with acetylsalicylic acid) and/or vitamin K antagonism. The present review provides insights into the pathophysiology of thrombin generation in coronary atherosclerosis and gives an overview over the above mentioned therapeutic thrombin modifications.
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Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Thrombin spielt eine zentrale Rolle in der Thrombogenese, da es Thrombozyten aktiviert, Fibrinogen zu Fibrin umwandelt und Faktor XIII aktiviert. Zusätzlich verstärkt Thrombin die Gerinnung durch Aktivierung der Faktoren VIII und V und beeinflusst auch die Thrombozytenfunktion. Die Thrombingenerierung ist daher sowohl für die chronische Progression der koronaren Atherosklerose als auch für akute Ereignisse von Bedeutung. Die vorliegende Übersichtsarbeit beschreibt erfolgreiche pharmakologische Strategien wie unfraktioniertes Heparin, niedermolekulares Heparin, Thrombolyse, Hirudin und GP-IIb/IIIa-Antagonisten, meist zusätzlich zu Thrombozytenhemmern und/oder Vitamin-K-Antagonisten.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Übersichtsartikel untersucht die zentrale Rolle von Thrombin in der Pathophysiologie der koronaren Herzkrankheit – Aktivierung von Thrombozyten, Umwandlung von Fibrinogen zu Fibrin und Verstärkung der Gerinnung – und gibt einen Überblick über therapeutische Ansätze, die auf thrombinbezogene Signalwege abzielen. Hirudin wird neben Heparin, niedermolekularem Heparin, Thrombolyse und Glykoprotein-IIb/IIIa-Antagonisten als eine von mehreren erfolgreichen pharmakologischen Strategien erwähnt. Der Artikel ist von indirekter Relevanz für die Hirudotherapie, da Hirudin als eine von mehreren antithrombotischen Strategien bei koronarer Herzkrankheit diskutiert wird. Allerdings handelt es sich um ein narratives Review, Hirudin ist nur eines von vielen diskutierten Wirkstoffen ohne spezifische Tiefe bezüglich von Egeln stammender Therapeutika, und es werden keine neuen Primärdaten präsentiert.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Pothula A, Serebruany VL, Gurbel PA, McKenzie ME, Atar D. Pathophysiology and therapeutic modification of thrombin generation in patients with coronary artery disease. Eur J Pharmacol. 2000;402(1-2):1-10. doi:10.1016/s0014-2999(00)00440-4. PMID: 10940351
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