Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Hijamat in der traditionellen persischen Medizin: Risiken und Nutzen

Hijamat in traditional Persian medicine: risks and benefits

Übersichtsarbeit zu traditionellen Quellen in der Zeitschrift J Evid Based Complementary Altern Med (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewArzneimittelentwicklungNimrouzi M et al. · Journal of evidence-based complementary & alternative medicine, 2014

Abstract

Traditional Persian medicine is based on humoral medical concepts. In the case of abundant blood in the body, tabi'at (body nature) deals with this imbalance by elimination of the morbid substances via some controlling mechanisms. If tabi'at could not react properly, the physician should prescribe an intervention to let the extra blood out. This can be done through phlebotomy, wet cupping, and the use of leech or scarification of the ears. Cupping with scarification may eliminate the morbid substance through the scarified skin, and cupping without scarification evacuates the morbid materials from the compromised organs. Wet cupping in health state is meant to be applied for preventing the blood humor dominance in susceptible individuals. In disease condition, wet cupping is defined as a treatment in which the patients confront the abundance of blood. Wet cupping may have harmful complications in extremely thin or obese patients. Wet cupping should be postponed in patients compromised by diseases especially in the thick phlegm abundance. In Asia, Iranian people, because of religious beliefs, are very interested in cupping therapy. Many unsupervised cupping procedures are performed in Iran, whereas benefits and risks of these procedures are undetermined by providers and clients. In this study, the most important indications and contraindications of wet cupping have been reviewed based on the traditional Persian medicine resources.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeHumansIranMedicine, Traditional

Zusammenfassung

Diese Übersichtsarbeit beschreibt das Schröpfen (hijamat) in der traditionellen persischen Medizin auf humoralpathologischer Grundlage. Demnach beseitigt die tabi'at bei Blutüberfluss krankhafte Stoffe über regulierende Mechanismen; reagiert sie nicht angemessen, soll der Arzt Aderlass, Schröpfen, Blutegel oder Skarifikation der Ohren verordnen. Schröpfen soll der Prävention und Therapie dienen; bei extrem dünnen oder adipösen Patienten kann es schädliche Komplikationen haben. Die Autoren stellen Indikationen und Kontraindikationen anhand traditioneller Quellen dar und weisen auf unüberwachte Anwendungen im Iran hin.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Übersichtsartikel untersucht die Risiken und Vorteile des Schröpfens (Hijamat) innerhalb der traditionellen persischen Medizin und erörtert Indikationen, Kontraindikationen und Komplikationen auf Grundlage klassischer persischer medizinischer Texte. Die Verwendung von Blutegeln wird kurz als eines von mehreren Aderlassverfahren neben Phlebotomie, Schröpfen und Ohrskarifikation zur Eliminierung von überschüssigem oder morbidem Blut erwähnt. Die Relevanz des Artikels für die Hirudotherapie ist begrenzt und indirekt, da sein Hauptaugenmerk auf der Schröpftherapie und nicht spezifisch auf der Blutegeltherapie liegt. Es werden keine klinischen Ergebnisse, Blutegelspezies oder Hirudotherapie-Protokolle diskutiert, und der Inhalt ist in der traditionellen humoralmedizinischen Lehre verankert und nicht in zeitgenössischer biomedizinischer Evidenz.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Nimrouzi M, Mahbodi A, Jaladat AM, Sadeghfard A, Zarshenas MM. Hijamat in traditional Persian medicine: risks and benefits. J Evid Based Complementary Altern Med. 2014;19(2):128-136. doi:10.1177/2156587214524578. PMID: 24647093

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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