Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Wirksamkeit und Sicherheit von Bivalirudin bei der perkutanen Koronarintervention bei akuten Koronarsyndromen: eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien

Efficacy and safety of bivalirudin for percutaneous coronary intervention in acute coronary syndromes: a meta-analysis of randomized-controlled trials

Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse in der Zeitschrift Clinical research in cardiology : official journal of the German Cardiac Society (2018)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: MetaanalyseKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungSicherheit & InfektionskontrolleSpeichel-PharmakologieNührenberg TG et al. · Clinical research in cardiology : official journal of the German Cardiac Society, 2018

Abstract

AIMS: The efficacy and safety of bivalirudin in patients undergoing percutaneous coronary intervention (PCI) for treatment of acute coronary syndromes (ACS) remains controversial despite recent evidence from large randomized-controlled trials (RCTs). Thus, this systematic review and meta-analysis sought to investigate the efficacy and safety of bivalirudin as compared to heparin in patients with ACS undergoing PCI. METHODS AND RESULTS: Medline/PubMed, Cochrane Central Register of Controlled Trials, and Clinical Trials.gov databases were searched for RCTs. Primary endpoint was MACE consisting of all-cause death, myocardial infarction, and stroke within 30 days. Secondary endpoints were components of the primary endpoint and stent thrombosis. The primary safety endpoint was major bleeding. We identified 12 RCTs comprising 33,844 patients. Between bivalirudin and heparin, there were no significant differences for MACE (OR 1.06; 95% CI 0.96-1.17; p = 0.24), death, myocardial infarction, and stent thrombosis. Similar results were seen following stratification by use of glycoprotein inhibitors (GPI). Major bleeding trended to be less frequent in patients treated with bivalirudin. However, no safety benefit for bivalirudin was seen when use of GPI was balanced between groups (OR 0.88; 95% CI 0.67-1.16; p = 0.35; p for heterogeneity < 0.01). CONCLUSIONS: Compared with heparin, bivalirudin was associated with a similar incidence of ischemic events following PCI for ACS. An association of bivalirudin with decreased bleeding was not seen with balanced use of GPI.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleMeta-AnalysisSystematic Review
Indexierte MeSH-BegriffeAcute Coronary SyndromeAntithrombinsGlobal HealthHirudinsHumansIncidencePeptide FragmentsPercutaneous Coronary InterventionRecombinant ProteinsThrombosisTreatment Outcome

Zusammenfassung

Eine systematische Übersicht mit Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien verglich Bivalirudin und Heparin bei Patienten mit perkutaner Koronarintervention (PCI) bei akutem Koronarsyndrom. Eingeschlossen wurden 12 RCTs mit 33 844 Patienten. Zwischen den Gruppen zeigten sich keine signifikanten Unterschiede beim MACE (OR 1,06; 95%-KI 0,96–1,17; p = 0,24), Tod, Myokardinfarkt oder Stentthrombose, auch nicht nach Stratifizierung nach Glykoprotein-Inhibitoren. Schwere Blutungen traten unter Bivalirudin tendenziell seltener auf; bei ausgeglichener GPI-Anwendung war der Sicherheitsvorteil jedoch nicht nachweisbar (OR 0,88; 95%-KI 0,67–1,16; p = 0,35).

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von 12 randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) (33.844 Patienten) verglich Bivalirudin mit Heparin bei Patienten mit akuten Koronarsyndromen, die sich einer perkutanen Koronarintervention unterzogen, und fand keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich schwerwiegender unerwünschter kardiovaskulärer Ereignisse (MACE) (OR 1,06; 95-%-KI 0,96–1,17); sie legte zudem nahe, dass der scheinbare Blutungs-Vorteil von Bivalirudin nicht beobachtet wurde, wenn die Anwendung von Glykoprotein-Inhibitoren zwischen den Gruppen ausgeglichen war. Bivalirudin ist ein synthetischer direkter Thrombininhibitor, der strukturell nach dem Vorbild von Hirudin – dem Gerinnungshemmer aus dem Speichel medizinischer Blutegel – entwickelt wurde, sodass diese Studie relevant ist, um zu verstehen, wie ein vom Blutegel-Sekretom inspirierter Gerinnungshemmer in der modernen interventionellen Kardiologie abschneidet. Allerdings handelt es sich um die Bewertung eines spezifischen pharmazeutischen Produkts in der PCI und nicht um eine Studie zur Blutegeltherapie selbst, und die Ergebnisse können nicht direkt auf die Hirudotherapie oder das breitere Blutegel-Sekretom übertragen werden.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Nührenberg TG, Hochholzer W, Mashayekhi K, Ferenc M, Neumann FJ. Efficacy and safety of bivalirudin for percutaneous coronary intervention in acute coronary syndromes: a meta-analysis of randomized-controlled trials. Clin Res Cardiol. 2018;107(9):807-815. doi:10.1007/s00392-018-1251-1. PMID: 29654437

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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