Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Thrombininduziertes Tumorwachstum – pharmakologische Kontrolle

Thrombin induced tumour growth - pharmacological control

Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Hamostaseologie (2007)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtArzneimittelentwicklungSpeichel-PharmakologieNowak G et al. · Hamostaseologie, 2007

Abstract

The central enzyme of blood coagulation, the serine proteinase thrombin, is capable to modify the growth of tumour cells by interaction with protease activated receptors 1 and 4 of the tumour cells. Thrombin is permanently available in tumour micro environment; meizothrombin is generated from prothrombin at a tumour specific activation complex and can influence tumour cell growth via PAR-1 and 7-transdomain protein receptor signalling pathway, too. PEG-coupled direct thrombin inhibitors that possess special pharmacokinetic characteristics and that have been designed for long lasting efficacy in extracellular space, control serine proteinase activity in tumour micro environment and therefore they own a high potential anti-tumour efficacy. In xenographic tumour models this new substance class has shown a significant carcinostatic effect.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypEnglish AbstractJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAmino Acid SequenceCell DivisionHirudinsHumansModels, MolecularMolecular Sequence DataNeoplasmsProtein ConformationReceptor, PAR-1Receptors, ThrombinSignal TransductionThrombin

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt, wie die Serinprotease Thrombin über die Protease-aktivierten Rezeptoren PAR-1 und PAR-4 sowie Meizothrombin über PAR-1 und einen 7-Transdomänen-Rezeptor-Signalweg das Wachstum von Tumorzellen beeinflussen können; im Tumormikromilieu ist Thrombin dauerhaft verfügbar. PEG-gekoppelte direkte Thrombininhibitoren, für lang anhaltende Wirkung im Extrazellulärraum konzipiert, hemmen die Serinproteaseaktivität vor Ort und zeigten in Xenograft-Modellen eine signifikante karzinostatische Wirkung. Die Autoren schreiben dieser neuen Substanzklasse ein hohes antitumorales Potenzial zu.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieses Abstract untersucht, wie Thrombin das Tumorzellwachstum über Protease-aktivierte Rezeptoren (PAR-1 und PAR-4) modifiziert, und testet PEG-gekoppelte direkte Thrombininhibitoren als Mittel zur Kontrolle der Thrombinaktivität in der Tumormikroumgebung, wobei signifikante karzinostatische Effekte in xenographischen Tumormodellen berichtet werden. Diese Arbeit ist nur tangential relevant für die breitere Pharmakologie der Thrombininhibition. Das Abstract erwähnt jedoch weder Hirudin, Blutegel noch irgendwelche aus Blutegeln stammenden Verbindungen. Die Studie betrifft eine Klasse PEG-gekoppelter Inhibitoren, nicht Hirudin oder verwandte Moleküle, sodass die Verbindung zur Hirudotherapie oder zum Blutegelsekretom durch dieses Abstract nicht hergestellt wird.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Nowak G, Lopez M, Zieger M. Thrombin induced tumour growth - pharmacological control. Hamostaseologie. 2007;27(2):105-110. PMID: 17479173

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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