Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Lock-Lösungen für Hämodialysekatheter; Heparin und Citrat – ein Positionspapier der ASDIN

Locking solutions for hemodialysis catheters; heparin and citrate--a position paper by ASDIN

Positionspapier in der Zeitschrift Seminars in dialysis (2008)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Klinische LeitlinieKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungMoran et al. · Seminars in dialysis, 2008

Abstract

There is wide variation in the use of solutions to "lock" or fill tunneled central venous catheters for dialysis. Some centers use undiluted heparin concentrations ranging from 1000 to 10,000 U/ml and other centers place from 1000 to 10,000 U per lumen. Based on available evidence, it appears that heparin 1000 U/ml, or 4% sodium citrate are suitable choices for lock solution to maintain patency of tunneled central venous catheters for dialysis. Risks from systemic anticoagulation are lower with heparin 1000 U/ml and 4% sodium citrate, compared with higher concentrations of heparin (5000 and 10,000 U/ml). The need for use of tissue plasminogen activator for maintaining catheter patency is increased by using heparin lock at 1000 U/ml, vs. higher concentrations. Higher concentrations of heparin lock should be reserved for patients who have evidence of catheter occlusion or thrombosis when heparin is used at 1000 U/ml. Similar choices for lock solution are sensible for acute hemodialysis catheters. When heparin is used for catheter lock, the injected volume should not exceed the internal volume of the catheter.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticlePractice Guideline
Indexierte MeSH-BegriffeAnticoagulantsCatheterization, Central VenousCatheters, IndwellingCitratesGraft Occlusion, VascularHeparinHumansRenal DialysisSodium Citrate

Zusammenfassung

Zwischen den Zentren variieren die Lock-Lösungen für getunnelte zentralvenöse Dialysekatheter stark (Heparin teils 1000 bis 10 000 U/ml, teils 1000 bis 10 000 U pro Lumen). Nach vorliegender Evidenz erscheinen Heparin 1000 U/ml oder 4 % Natriumcitrat geeignet, die Katheterdurchgängigkeit zu erhalten; das Risiko einer systemischen Antikoagulation ist geringer als mit Heparin 5000 oder 10 000 U/ml. Höhere Heparinkonzentrationen sollen Patienten mit Katheterokklusion oder -thrombose unter 1000 U/ml vorbehalten bleiben; bei Heparin sollte das Injektionsvolumen das innere Kathetervolumen nicht überschreiten.

Kontext

Dieser Artikel bewertet Verschlusslösungen – Heparin (1000–10.000 E/mL) und 4%iges Natriumcitrat – zur Aufrechterhaltung der Durchgängigkeit getunnelter zentralvenöser Hämodialysekatheter und empfiehlt niedriger konzentriertes Heparin oder Citrat, um systemische Antikoagulationsrisiken im Vergleich zu höheren Heparinkonzentrationen zu minimieren. Das Abstract merkt zudem an, dass der Bedarf an Gewebeplasminogenaktivator bei Verwendung von Heparin in einer Konzentration von 1000 E/mL im Vergleich zu höheren Konzentrationen steigt. Das Abstract erwähnt weder Blutegel noch Hirudin, Hirudotherapie oder andere aus Blutegeln stammende Verbindungen. Das Thema betrifft das Dialysekatheter-Management mit konventionellen, nicht mit Blutegelbiologie in Zusammenhang stehenden Antikoagulanzien.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Moran JE, Ash SR, ASDIN Clinical Practice Committee. Locking solutions for hemodialysis catheters; heparin and citrate--a position paper by ASDIN. Semin Dial. 2008;21(5):490-492. doi:10.1111/j.1525-139X.2008.00466.x. PMID: 18764795

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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