Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Management der Fingerreplantation mit ausschließlicher arterieller Anastomose: eine systematische Literaturübersicht

Management of Artery-Only Digit Replantation: A Systematic Review of the Literature

Systematische Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Plast Reconstr Surg (2022)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Systematisches ReviewKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungCrowe CS et al. · Plastic and reconstructive surgery, 2022

Abstract

BACKGROUND: Artery-only replantation may be necessary in circumstances when venous repair cannot be performed due to their size or vessel injury. Venous congestion of the replanted part is inevitable. A systematic review was performed to identify techniques for mitigating congestion and analyze the outcomes of those techniques. METHODS: A comprehensive literature search was performed to identify relevant articles related to artery-only replantation. An initial query identified 1286 unique articles. A total of 55 articles were included in the final review. Included studies were categorized by decongestive technique. Data from each article included the number of patients treated, level of amputation, graft use, anticoagulation or antiplatelet therapy, replant viability, and follow-up duration. Weighted averages were determined from studies that reported five or more digits. RESULTS: A total of 1498 individual digital replantations were described. Very rarely did studies report artery-only replantation proximal to the distal interphalangeal joint. An overall survival rate of 78.5 percent was found irrespective of technique but was variable based on each particular study. Studies utilizing medicinal leech therapy were more likely to report use of intravenous anticoagulation, whereas surface bleeding techniques were more likely to report use of topical or local anticoagulant. CONCLUSIONS: Lack of a vein for anastomosis should not be regarded as a contraindication to replantation. These digits instead require a method to establish reliable drainage sufficient to allow for low resistance inflow and maintain a physiologic pressure gradient across capillary beds. The surgeon should select a decongestive technique that best suits the patient and their specific injury.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleSystematic Review
Indexierte MeSH-BegriffeAmputation, SurgicalAmputation, TraumaticAnticoagulantsArteriesFinger InjuriesFingersHumansReplantation

Zusammenfassung

Diese systematische Übersichtsarbeit wertete Techniken gegen die unvermeidliche venöse Stauung bei rein arteriellen Finger-Replantationen aus. Aus anfänglich 1 286 Artikeln wurden 55 eingeschlossen, die 1 498 einzelne Replantationen beschrieben; die Gesamtüberlebensrate betrug 78,5 %, unabhängig von der Technik. Studien mit medizinischer Blutegeltherapie berichteten häufiger über intravenöse Antikoagulation, oberflächliche Blutungstechniken über topische oder lokale Antikoagulanzien. Die Autoren folgern, dass das Fehlen einer Anschlussvene keine Kontraindikation darstelle und der Chirurg die Dekongestionstechnik an Patient und Verletzung anpassen solle.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese systematische Übersichtsarbeit zu 55 Artikeln mit 1.498 Replantationen mit ausschließlicher Arteria-digitalis-Anastomose analysierte verschiedene dekongestive Techniken, die angewendet werden, wenn eine venöse Rekonstruktion nicht möglich ist. Die Gesamtüberlebensrate betrug 78,5 % unabhängig von der Technik, wobei das Überleben je nach einzelner Studie variabel war. Studien, die medizinische Blutegeltherapie einsetzten, berichteten häufiger über die Anwendung intravenöser Antikoagulation, während oberflächliche Blutungstechniken häufiger über die Anwendung topischer oder lokaler Antikoagulanzien berichteten. Diese Übersichtsarbeit dokumentiert die Blutegeltherapie als eine dekongestive Technik unter mehreren, die bei Arteria-digitalis-only Replantationen eingesetzt werden. Die Autoren schlussfolgern, dass der Chirurg eine dekongestive Technik wählen sollte, die am besten zum Patienten und zur jeweiligen Verletzung passt. Die Einschränkung besteht darin, dass die Überlebensraten je nach einzelner Studie variierten und die Zusammenfassung keinen direkten Vergleich der Wirksamkeit der Techniken berichtet.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Crowe CS, Tolley PD, Mauch JT, Miller EA, Kao D. Management of Artery-Only Digit Replantation: A Systematic Review of the Literature. Plast Reconstr Surg. 2022;150(1):105-116. doi:10.1097/PRS.0000000000009185. PMID: 35536774

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Klinische Literatur“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.