Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Bestimmung der Disulfidbrücken in antimikrobiellen Peptiden der Macin-Familie durch Kombination von Top-down- und Bottom-up-Proteomik

Determination of disulfide linkages in antimicrobial peptides of the macin family by combination of top-down and bottom-up proteomics

Proteomische Studie in der Zeitschrift Journal of Proteomics (2014)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Grundlagenforschung (nichtklinisch)Genomik & ProteomikSpeichel-PharmakologieAntimikrobielle ResistenzHung CW, Jung S, Grötzinger J, Gelhaus C, Leippe M, Tholey A · Journal of proteomics, 2014

Abstract

UNLABELLED: Macins are a distinct class of antimicrobial peptides (AMPs) produced by leeches and Hydra. Their function depends strongly on their three-dimensional structure. In order to support structural elucidation of these AMPs, the knowledge and proper assignment of disulfide bonds formed in these cysteine-rich peptides is a prerequisite. In this report, we outline an analytical strategy, encompassing a combination of top-down MS based analytics and sequence-dependent enzyme cleavage under native conditions followed by high mass accuracy and high resolution MS/MS analysis by LTQ-Orbitrap MS to assign disulfide linkages of three members of the macin family, namely neuromacin, theromacin, and hydramacin-1. The results revealed that the eight cysteine residues conserved in all three macins form the same four disulfide bonds, i.e. [C1:C6], [C2:C5], [C3:C7], and [C4:C8]. Theromacin, which possess two additional cysteine residues, forms a fifth disulfide bond. BIOLOGICAL SIGNIFICANCE: Beside the high biological significance which is based on the inherent dependence of biological activity on the structural features of antimicrobial peptides (which holds true for entirely every protein), the presented analytical strategy will be of wide interest, as it widens the available toolbox for the analysis of this important posttranslational modification.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAmino Acid SequenceAntimicrobial Cationic PeptidesDisulfidesMolecular WeightProteomicsSequence AlignmentTandem Mass Spectrometry

Zusammenfassung

Macine sind eine eigenständige Klasse antimikrobieller Peptide (AMP) aus Blutegeln und Hydra, deren Funktion stark von der dreidimensionalen Struktur abhängt. Die Autoren entwickelten eine analytische Strategie aus Top-down-MS, nativer enzymatischer Spaltung und LTQ-Orbitrap-MS/MS, um die Disulfidbrücken der drei Macine Neuromacin, Theromacin und Hydramacin-1 zuzuordnen. Die acht konservierten Cysteine bilden jeweils die gleichen vier Disulfidbrücken [C1:C6], [C2:C5], [C3:C7] und [C4:C8]; Theromacin bildet mit zwei zusätzlichen Cysteinen eine fünfte Disulfidbrücke. Die Autoren sehen darin einen Beitrag zur Analyse dieser posttranslationalen Modifikation.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie wandte top-down massenspektrometrische Analytik in Kombination mit sequenzabhängigem enzymatischem Verdau unter nativen Bedingungen an, gefolgt von hochmassengenauer und hochauflösender MS/MS-Analyse, um die Disulfidbrückenanordnungen in drei Mitgliedern der Macin-Familie antimikrobieller Peptide zu bestimmen: Neuromacin, Theromacin und Hydramacin-1. Alle drei Peptide teilen acht konservierte Cysteinreste, die identische Disulfidbrücken bilden ([C1:C6], [C2:C5], [C3:C7], [C4:C8]), während Theromacin zwei zusätzliche Cysteine besitzt, die eine fünfte Disulfidbrücke bilden. Macine sind antimikrobielle Peptide, die von Blutegeln und Hydra produziert werden. Diese strukturelle Charakterisierung ist für das Verständnis der Eigenschaften aus Blutegeln stammender antimikrobieller Peptide relevant, wobei es sich jedoch um eine analytisch-chemische Studie ohne Daten zur funktionellen antimikrobiellen Aktivität, zu therapeutischen Anwendungen oder zur klinischen Relevanz handelt und der Bezug zur Hirudotherapie indirekt ist.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Hung CW, Jung S, Grötzinger J, Gelhaus C, Leippe M, Tholey A. Determination of disulfide linkages in antimicrobial peptides of the macin family by combination of top-down and bottom-up proteomics. J Proteomics. 2014;103:216-226. doi:10.1016/j.jprot.2014.04.001. PMID: 24747305

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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