Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Nichtarterialisierte venöse Replantation eines Teils des amputierten Daumens – ein Fallbericht mit Literaturübersicht

Nonarterialized venous replantation of part of amputated thumb-a case report and review of the literature

Fallbericht und Literaturübersicht in der Zeitschrift Hand (New York, N.Y.) (2006)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturKalimuthu R et al. · Hand (New York, N.Y.), 2006

Abstract

Since the first successful replantation of a human thumb reported by Komatsu and Tamai in 1968, thousands of severed digits and body parts have been successfully salvaged. Restoration of anatomic form and function are the goals of replantation after traumatic tissue amputation. Regardless of anatomic location, methods include microsurgical replantation and nonmicrosurgical replantation, such as composite graft techniques. Numerous techniques to maximize tissue survival after revascularization have been described, including "pocket procedures" to salvage composite grafts, interposition vein grafts, and medicinal leeches to name a few. Artery-to-venous anastomoses have been performed with successful "arterialization" of the distal venous system in fingertip replantation. Although there is documented survival of free venous cutaneous flaps, to our knowledge this is the first report of a replanted composite body part (bone, tendon, soft tissues, and skin) utilizing exclusively multiple, microvascular, nonarterialized venous-venous anastomoses. We present a patient with an isolated band saw fillet amputation to the back of the thumb at the metacarpal-phalangeal joint region, resulting in a composite graft composed of bone, tendon, soft tissue, and skin. The hand wound provided no viable regional arterial inflow source, but there were multiple good caliber superficial veins present. The amputated tissues were replanted and revascularized by using only venous blood flow. The replanted part survival was 100% with excellent function of the digit. We conclude that a hand composite body part involving bone, tendon, soft tissues, and skin can survive replantation with a strict venous blood supply if sufficient good caliber, microvascular, venous-venous anastomoses are performed, granted that arterial inflow options are not available. This is an isolated case, yet introduces a new way of thinking regarding tissue replantation.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

Nach einer Bandsägenverletzung am Daumenrücken im Grundgelenkbereich wurde ein Kompositgewebe aus Knochen, Sehne, Weichgewebe und Haut ohne arteriellen Einstrom allein über multiple mikrovaskuläre venovenöse Anastomosen replantiert. Das replantierte Gewebe überlebte zu 100 % mit exzellenter Fingerfunktion. Nach Kenntnis der Autoren ist dies der erste Bericht eines ausschließlich venös revaskularisierten Kompositgewebes; sie folgern, dass bei fehlenden arteriellen Optionen und ausreichenden venovenösen Anastomosen guten Kalibers ein strikt venöser Blutfluss ausreichen kann. Zu den Verfahren zur Verbesserung des Gewebeüberlebens zählen medizinische Blutegel.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt einen Patienten mit einer isolierten Bandsägeamputation des Daumens, der erfolgreich replantiert wurde unter ausschließlicher Verwendung nicht-arterialisierter venovenöser mikrochirurgischer Anastomosen, wobei ein 100%iges Gewebeüberleben mit ausgezeichneter Fingerfunktion erzielt wurde. Der Abstract erwähnt medizinische Blutegel als eine von mehreren in der Literatur anerkannten Techniken zur Maximierung des Gewebeüberlebens nach Revaskularisation. Allerdings werden Blutegel nur beiläufig als eine von mehreren verfügbaren Methoden erwähnt; in diesem Fall wurde tatsächlich keine Blutegeltherapie angewendet. Die Evidenz betrifft eine neuartige rein venöse chirurgische Technik und stellt einen einzelnen isolierten Fall dar.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Kalimuthu R, Herrmann GE. Nonarterialized venous replantation of part of amputated thumb-a case report and review of the literature. Hand (N Y). 2006;1(2):94-97. doi:10.1007/s11552-006-9005-3. PMID: 18780032

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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