Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Behandlung von Komplikationen und kompromittierten freien Lappen nach ausgedehnten Operationen im Kopf-Hals-Bereich

Management of complications and compromised free flaps following major head and neck surgery

Retrospektive Fallserie in der Zeitschrift Eur Arch Otorhinolaryngol (2015)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleKucur C et al. · European archives of oto-rhino-laryngology, 2016

Abstract

Microvascular free flaps are preferred for most major head and neck reconstruction surgeries because of better functional outcomes, improved esthetics, and generally higher success rates. Numerous studies have investigated measures to prevent flap loss, but few have evaluated the optimal treatment for free flap complications. This study aimed to determine the complication rate after free flap reconstructions and discusses our management strategies. Medical records of 260 consecutive patients who underwent free flap reconstructions for head and neck defects between July 2006 and June 2010 were retrospectively reviewed for patient and surgical characteristics and postoperative complications. The results revealed that microvascular free flaps were extremely reliable, with a 3.5 % incidence of flap failure. There were 78 surgical site complications. The most common complication was neck wound infection, followed by dehiscence, vascular congestion, abscess, flap necrosis, hematoma, osteoradionecrosis, and brisk bleeding. Twenty patients with poor wound healing received hyperbaric oxygen therapy, which was ineffective in three patients who eventually experienced complete flap loss. Eleven patients with vascular congestion underwent medicinal leech therapy, which was effective. Among the 78 patients with complications, 44 required repeat surgery, which was performed for postoperative brisk bleeding in three. Eventually, ten patients experienced partial flap loss and nine experienced complete flap loss, with the latter requiring subsequent pectoralis major flap reconstruction. Microvascular free flap reconstruction represents an essential and reliable technique for head and neck defects and allows surgeons to perform radical resection with satisfactory functional results and acceptable complication rates.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeFemaleFree Tissue FlapsHead and Neck NeoplasmsHematomaHumansHyperbaric OxygenationMaleMiddle AgedNeck DissectionOhioOsteoradionecrosisPostoperative ComplicationsPlastic Surgery ProceduresReoperationRetrospective Studies

Zusammenfassung

Retrospektiv wurden 260 konsekutive Patienten mit freier Lappenrekonstruktion an Kopf und Hals (Juli 2006 bis Juni 2010) ausgewertet. Lappenversagen trat in 3,5 % auf; es gab 78 Komplikationen im Operationsgebiet, am häufigsten Halswundinfektionen. Elf Patienten mit vaskulärer Stauung erhielten eine wirksame Therapie mit medizinischen Blutegeln, 20 mit gestörter Wundheilung eine hyperbare Sauerstofftherapie, die bei dreien wirkungslos blieb. 44 der 78 Betroffenen wurden erneut operiert; zehn erlitten einen teilweisen, neun einen vollständigen Lappenverlust; die Autoren halten die mikrovaskuläre Rekonstruktion für zuverlässig.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie wertete retrospektiv Krankenakten von 260 konsekutiven Patienten aus, die sich zwischen Juli 2006 und Juni 2010 einer freien Lappenplastik zur Rekonstruktion von Kopf- und Halsdefekten unterzogen, und berichtete eine Inzidenz von 3,5 % Lappenverlusten und 78 chirurgische Komplikationen an der Operationsstelle. Das Abstract gibt an, dass im Rahmen der Managementstrategien elf Patienten mit vaskulärer Kongestion mittels Blutegeltherapie behandelt wurden, die wirksam war. Dies liefert einen klinischen Bericht über den Einsatz der Blutegeltherapie bei vaskulärer Kongestion in kompromittierten freien Kopf- und Hals-Lappenplastiken. Es werden keine Angaben zu Blutegelart, Protokoll, Dauer, Komplikationen oder vergleichender Wirksamkeit gemacht, und die Blutegeltherapie ist ein sekundäres Element innerhalb einer breiter angelegten Studie zum Management chirurgischer Komplikationen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Kucur C, Durmus K, Uysal IO, Old M, Agrawal A, Arshad H, et al. Management of complications and compromised free flaps following major head and neck surgery. Eur Arch Otorhinolaryngol. 2016;273(1):209-213. doi:10.1007/s00405-014-3489-1. PMID: 25575841

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Erfahren Sie, wie diese Forschung mit der klinischen Praxis verknüpft ist

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Klinische Literatur“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.