Erste Hilfe bei gefährdeten Lappen
First aid for failing flaps
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift J Reconstr Microsurg (2010)
Abstract
Wound coverage with pedicled (local, regional, or distant) or free flaps is commonplace throughout plastic surgery. However, irrespective of the method of tissue transfer or type of tissue being transferred, inflow and outflow remain key parameters for success. Much has been written detailing complex tissue transfers and delineating arterial and venous anatomy. Despite this, simple venous insufficiency causing venous congestion is common. In experimental models, when arterial inflow is impaired, even mild venous inadequacy affects flap survival. Furthermore, studies have shown that venous congestion is more detrimental to the rate and percentage of flap area surviving than arterial ischemia. Obviously, complete venous occlusion typically requires operative exploration and correction, but many instances occur when venous congestion occurs for reasons other than complete venous thrombosis. Here we detail the basic postoperative "first aid" techniques available to optimize venous drainage. Although these techniques are not a substitute for sound anatomic flap selection, good surgical technique, or re-operation when a significant underlying problem exists, they do offer additional options to improve flap outcomes.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Übersichtsarbeit zu postoperativen «Erste-Hilfe»-Maßnahmen bei venöser Stauung von gestielten und freien Lappenplastiken. Trotz detaillierter Kenntnis der arteriellen und venösen Anatomie ist eine venöse Insuffizienz häufig; Studien zufolge ist venöse Stauung für die Lappenüberlebensrate schädlicher als eine arterielle Ischämie. Während ein vollständiger venöser Verschluss meist operativ korrigiert werden muss, beschreiben die Autoren nicht-operative Techniken wie Blutegeltherapie und Heparin zur Optimierung des venösen Abflusses; diese ersetzen weder anatomisch überlegte Lappenwahl noch gute Operationstechnik oder eine Revision bei gravierendem zugrunde liegendem Problem.
Kontext
Dieser Übersichtsartikel diskutiert postoperative „Erste-Hilfe"-Techniken zur Optimierung des venösen Abflusses bei gestielten und freien Gewebelappen und behandelt das häufige Problem der venösen Stauung nach Gewebetransfer. Die Autoren beschreiben additive Methoden zur Verbesserung des venösen Ausflusses neben einer soliden chirurgischen Planung und Reexploration, wobei der Abstract die spezifischen diskutierten Techniken nicht auflistet. Das Ansetzen von Blutegeln wird im Abstract-Text nicht erwähnt. Caveat: Der Artikel behandelt eine allgemeine Lappenrettungs-Methodik ohne Angabe einer Beteiligung der Blutegeltherapie.
Zitation
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