Dabigatran oder Warfarin zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern? Ein genauerer Blick auf die RE-LY-Studie
Dabigatran or warfarin for the prevention of stroke in atrial fibrillation? A closer look at the RE-LY trial
Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Expert opinion on pharmacotherapy (2012)
Abstract
INTRODUCTION: In the Randomized Evaluation of Long-term Anticoagulant Therapy (RE-LY) trial, dabigatran 150 mg was shown to be superior to warfarin for the prevention of stroke or systemic embolism. However, there are some concerns with the RE-LY trial, such as its open-label design, potential unblinding of "blinded" adjudicators, the use of concomitant warfarin-aspirin (ASA), the disparity between baseline use of nonselective NSAIDs; the high unequal rate of drop-outs; unaccounted drop-ins; high rates of major bleeds in warfarin-treated patients, despite being a low risk population; and rates of major bleeds that do not match historic warfarin trials. Furthermore, although dabigatran offers potential advantages versus warfarin, there are disadvantages that must be taken into consideration before a patient is switched from the latter to the former. This review will summarize the flaws of the RE-LY trial as well as the clinically important advantages and disadvantages of dabigatran and warfarin. AREAS COVERED: This review examines the differences between dabigatran and warfarin in terms of side effects, drug-drug interactions, drug-food interactions, and potential reasons for using one anticoagulant rather than the other. The main focus of this review is a discussion of the design, procedures and results of the RE-LY trial. EXPERT OPINION: There seem to be major flaws with the RE-LY trial. A double-blinded trial should be performed testing dabigatran against warfarin to verify the results of the RE-LY trial.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Diese Übersichtsarbeit analysiert die RE-LY-Studie, in der Dabigatran 150 mg dem Warfarin zur Prävention von Schlaganfall oder systemischer Embolie bei Vorhofflimmern überlegen war. Die Autoren benennen methodische Schwächen wie offenes Design, mögliche Entblindung der Adjudikatoren, hohe, ungleich verteilte Abbruchraten und ungewöhnlich hohe Raten schwerer Blutungen im Warfarin-Arm. Sie betonen, dass vor einem Wechsel von Warfarin auf Dabigatran auch dessen Nachteile zu berücksichtigen sind, und fordern eine doppelblinde Vergleichsstudie zur Bestätigung.
Kontext
Diese Übersichtsarbeit bewertete kritisch die RE-LY-Studie, die Dabigatran mit Warfarin zur Prävention von Schlaganfall oder systemischer Embolie verglich, und verwies auf Designbedenken einschließlich des Open-Label-Designs, einer möglichen Entblindung der Adjudikatoren, hoher Drop-out-Raten und Diskrepanzen bei den Blutungsraten, während sie gleichzeitig klinisch bedeutsame Vor- und Nachteile beider Antikoagulanzien diskutierte. Das Abstract erwähnt weder Blutegel, Hirudin, Hirudotherapie noch irgendeine pharmakologische Beziehung zum Antikoagulanzien-Sekretom des Blutegels. Der Artikel ist eine Übersichtsarbeit mit Expertenmeinung, die für eine doppelblinde Studie plädiert.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
DiNicolantonio JJ. Dabigatran or warfarin for the prevention of stroke in atrial fibrillation? A closer look at the RE-LY trial. Expert Opin Pharmacother. 2012;13(8):1101-1111. doi:10.1517/14656566.2012.671809. PMID: 22435606
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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