Von Thrombozyten stammende prothrombotische Mikropartikel und unerwünschte Ereignisse bei Patienten mit Impella-5.5-Unterstützung
Platelet derived prothrombotic microparticles and adverse events in patients supported with Impella 5.5
Fallserie in der Zeitschrift The International journal of artificial organs (2025)
Abstract
Platelet derived prothrombotic microparticles (MP) have been associated with hemocompatibility related adverse events in patients with continuous flow left ventricular assist devices; little is known with the contemporary Impella platform micro-axial flow pumps. Indeed, the extended duration of support provided by the Impella 5.5 calls for a specific evaluation. We report for the first time two patients in whom MP have been assessed during Impella 5.5 and concomitant dual antiplatelet and direct thrombin inhibitor therapy. Interestingly, the patients showed significantly different profile in overall MP release (peak: 78.1% vs 2.7%), which was not correlated to lactate dehydrogenase nor platelet count. The patient with the higher values suffered from minor stroke 4 days after pump removal, when systemic anticoagulation with Bivalirudin had been stopped. These preliminary data might envision a new predictor of hemocompatibility related adverse events in patients with Impella, and a rethinking on the post support antithrombotic strategy.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Erstmals wurden bei zwei Patienten unter Impella-5.5-Unterstützung mit dualer Thrombozytenaggregationshemmung und direktem Thrombininhibitor thrombozytäre Mikropartikel (MP) gemessen. Die Freisetzung unterschied sich deutlich (Maximum 78,1 % vs. 2,7 %) und korrelierte weder mit Laktatdehydrogenase noch mit der Thrombozytenzahl. Der Patient mit höheren Werten erlitt 4 Tage nach Pumpenentfernung einen leichten Schlaganfall, nachdem die systemische Antikoagulation mit Bivalirudin beendet worden war. Die Autoren sehen in den MP einen möglichen Prädiktor hämokompatibilitätsbezogener Ereignisse und Anlass, die antithrombotische Strategie nach der Unterstützung zu überdenken.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Fallbericht beschreibt zwei Patienten mit Impella-5.5-Unterstützung unter begleitender dualer Antiplättchentherapie und Bivalirudin als systemischer Antikoagulation und zeigt deutlich unterschiedliche Profile thrombozytenstämmiger prothrombotischer Mikropartikel (Spitzenwerte 78,1 % vs. 2,7 %), wobei der Patient mit dem höheren Wert vier Tage nach Pumpenentfernung einen leichten Schlaganfall erlitt, nachdem Bivalirudin abgesetzt worden war. Die einzige Verbindung zur Blutegeltherapie besteht darin, dass Bivalirudin ein synthetischer direkter Thrombininhibitor ist, der strukturell von Hirudin, dem charakteristischen Antikoagulans im Speichel des medizinischen Blutegels, abgeleitet ist. Allerdings umfasst diese Studie weder Blutegel noch Blutegeltherapie, und es handelt sich um einen Fallbericht mit nur zwei Patienten, was die Generalisierbarkeit einschränkt.
Verwandte Verbindungen im ASH-Register
Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
D'Ettore N, Petruzza A, Cardinale A, Bensi T, Maj G, Ciriello MM, et al. Platelet derived prothrombotic microparticles and adverse events in patients supported with Impella 5.5. Int J Artif Organs. 2025;48(10):794-799. doi:10.1177/03913988251357199. PMID: 40717371
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026