Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Fallstudie: Kontamination von Heparin mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat

Case study: contamination of heparin with oversulfated chondroitin sulfate

Fallstudie in der Zeitschrift Handbook of experimental pharmacology (2012)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleChess EK et al. · Handbook of experimental pharmacology, 2012

Abstract

In late 2007 and early 2008, a cluster of adverse events in patients receiving Heparin Sodium Injection occurred in the United States and in some countries in Europe. The adverse events were reported as being "allergic type" reactions, chiefly characterized by acute hypotension, nausea, and shortness of breath. The root cause of the cluster of adverse events was determined to be a contamination of the heparin by oversulfated chondroitin sulfate. The isolation and structure determination of this contaminant was accomplished by an FDA-led consortium of academic and government laboratories and independently by Baxter Healthcare, whose vial products were first identified in the USA as being associated with the adverse events. Oversulfated chondroitin sulfate was shown to produce acute hypotension in animal models, demonstrating that it was most likely the causative agent responsible for certain of the reported adverse events in patients receiving the contaminated heparin products.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeChondroitin SulfatesElectrophoresis, CapillaryHeparinMagnetic Resonance SpectroscopySpectrometry, Mass, Electrospray Ionization

Zusammenfassung

Der Beitrag schildert die Häufung von Nebenwirkungen unter Heparin-Natrium-Injektionen Ende 2007 und Anfang 2008 in den USA und Teilen Europas: «allergietypische» Reaktionen mit akuter Hypotonie, Übelkeit und Atemnot. Als Ursache wurde eine Kontamination mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat (OSCS) ermittelt; die Isolierung und Strukturaufklärung gelang einem von der FDA geleiteten Konsortium aus akademischen und behördlichen Laboratorien sowie unabhängig durch Baxter Healthcare. Da OSCS in Tiermodellen akute Hypotonie auslöste, gilt es als höchst wahrscheinlich ursächlich für bestimmte der berichteten Reaktionen.

Kontext

Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Heparin-Kontaminationskrise 2007–2008 und beschreibt, wie ein von der FDA geführtes Konsortium und Baxter Healthcare übersulfatiertes Chondroitinsulfat als Ursache der allergischen Nebenwirkungen einschließlich akuter Hypotonie, Übelkeit und Atemnot isolierten und identifizierten. Es wurde gezeigt, dass das Kontaminans in Tiermodellen akute Hypotonie hervorruft, was es als verursachendes Agens stützt. Die Arbeit unterstreicht die Bedeutung von Sicherheit und Reinheit bei biologischen Therapeutika. Allerdings erwähnt das Abstract keine Blutegel, Hirudotherapie, Hirudin oder Blutegelsekrete.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Chess EK, Bairstow S, Donovan S, Havel K, Hu P, Johnson RJ, et al. Case study: contamination of heparin with oversulfated chondroitin sulfate. Handb Exp Pharmacol. 2012;(207):99-125. doi:10.1007/978-3-642-23056-1_6. PMID: 22566223

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Erfahren Sie, wie diese Forschung mit der klinischen Praxis verknüpft ist

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Klinische Literatur“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.