Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Veränderungen der Epithelzellen bei Hirudo medicinalis während der Wundheilung

Changes in epithelial cells in Hirudo medicinalis during wound healing

Morphologische Studie in der Zeitschrift Journal of invertebrate pathology (1992)

Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: In-vitro-/LaborstudieKlinische LiteraturHuguet G, Molinas M · Journal of invertebrate pathology, 1992

Abstract

In the leech, Hirudo medicinalis, reepithelialization is an event which takes place early in the wound healing process, immediately after the formation of the pseudoblastema, 4-8 hr postinjury. Epithelial cells on the wound margins move into the wound, modifying their phenotypic characteristics. Cells lose their columnar shape and become flattened. Dermal junctions disrupt and tonofilaments regroup around the nucleus. Then, the epithelial cell sheet moves over the newly formed pseudoblastema by extending filopodia, formed by the cells on the edge, following the so-called "sliding model." When the wound is fully covered by the new epithelium, about 24 hr postinjury, a reorganization of the cytoskeleton occurs and the basal dermal junctions are reconstructed. Six days postinjury, the epidermal cells return to their original columnar shape.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsCell MovementEpithelial CellsEpitheliumLeechesMicroscopy, ElectronMicroscopy, Electron, ScanningWound Healing

Zusammenfassung

Bei Hirudo medicinalis beginnt die Reepithelialisierung unmittelbar nach Bildung des Pseudoblastems, 4–8 h nach der Verletzung. Epithelzellen der Wundränder wandern in die Wunde und verändern ihren Phänotyp: Sie verlieren ihre zylinderförmige Gestalt, werden flach, dermale Verbindungen lösen sich, Tonofilamente gruppieren sich um den Kern. Nach dem „Sliding-Modell" überzieht der Zellverband mittels Filopodien der Randzellen das Pseudoblastem; nach etwa 24 h ist die Wunde bedeckt, das Zytoskelett reorganisiert sich, dermale Verbindungen werden rekonstruiert; nach 6 Tagen sind die Zellen wieder zylinderförmig.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie untersuchte die zellulären und morphologischen Ereignisse der Reepithelialisierung während der Wundheilung beim medizinischen Blutegel Hirudo medicinalis und beschrieb, wie marginale Epithelzellen ihre zylindrische Form verlieren, abflachen, Filopodien ausbilden und über das neu gebildete Pseudoblastema mittels eines „Gleitmodells" migrieren, wobei sie nach etwa 24 Stunden eine vollständige Wundabdeckung erreichen und das ursprüngliche Zylinderepithel bis zum sechsten Tag nach der Verletzung wiederherstellen. Diese Arbeit trägt zum Verständnis der fundamentalen Biologie und der Gewebereparaturmechanismen bei genau der Art bei, die für die Hirudotherapie zentral ist, was Aufschluss über die Blutegelhaltung, die Gesunderhaltung und ein breiteres Wissen über Regenerationsprozesse bei Anneliden geben könnte. Jedoch ist die Relevanz der Studie für die therapeutische Hirudotherapie indirekt: Sie untersucht die Wundheilung des Blutegels selbst und nicht die Auswirkungen der Blutegeltherapie, der Speichelsekrete oder des Blutegel-Sekretoms auf Säugetier- oder menschliche Wunden, und das Abstract liefert keine klinischen, pharmakologischen oder Ergebnisdaten.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Huguet G, Molinas M. Changes in epithelial cells in Hirudo medicinalis during wound healing. J Invertebr Pathol. 1992;59(1):11-17. doi:10.1016/0022-2011(92)90105-d. PMID: 1541847

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 18. März 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 1. November 2026

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