Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Klinische Ergebnisse antikoagulierter Patienten mit Vorhofflimmern nach Stürzen oder Kopfverletzungen: Erkenntnisse aus RE-LY

Clinical Outcomes of Anticoagulated Patients With Atrial Fibrillation After Falls or Head Injury: Insights From RE-LY

Retrospektive Post-hoc-Analyse einer randomisierten Studie in der Zeitschrift Stroke (2023)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Randomisierte kontrollierte StudieKlinische LiteraturArzneimittelentwicklungCaldeira et al. · Stroke, 2023

Abstract

BACKGROUND: Falls are always a concern regarding the balance of risk/benefit in patients with atrial fibrillation treated with anticoagulants. In this analysis, we aimed to evaluate the outcomes of patients that had a fall/head injury reported in the RE-LY clinical trial (Randomized Evaluation of Long-Term Anticoagulation Therapy) and to explore the safety of dabigatran (a nonvitamin K antagonist oral anticoagulant). METHODS: We performed a post hoc retrospective analysis of intracranial hemorrhage and major bleeding outcomes in the RE-LY trial with 18 113 individuals with atrial fibrillation, according to the status occurrence of falls (or head injury) reported as adverse events. Multivariate Cox regression models were used to provide adjusted hazard ratio (HR) and 95% CI. RESULTS: In the study, 974 falls or head injury events were reported among 716 patients (4%). These patients were older and had more frequently comorbidities such as diabetes, previous stroke, or coronary artery disease. Patients with fall had a higher risk of major bleeding (HR, 2.41 [95% CI, 1.90-3.05]), intracranial hemorrhage (HR, 1.69 [95% CI, 1.35-2.13]), and mortality (HR, 3.91 [95% CI, 2.51-6.10]) compared to those who did not have reported falls or head injury. Among patients who had falls, those allocated to dabigatran showed a lower intracranial hemorrhage risk (HR, 0.42 [95% CI, 0.18-0.98]) compared with warfarin. CONCLUSIONS: In this population, the risk of falls is important and confers a worse prognosis, increasing intracranial hemorrhage, and major bleeding. Patients who fell and were under dabigatran was associated with lower intracranial hemorrhage risk than those anticoagulated with warfarin, but the analysis was merely exploratory.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypRandomized Controlled TrialJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeHumansWarfarinAtrial FibrillationDabigatranAccidental FallsRetrospective StudiesAnticoagulantsStrokeHemorrhageIntracranial HemorrhagesCraniocerebral Trauma

Zusammenfassung

Die retrospektive Post-hoc-Analyse der RE-LY-Studie umfasste 18 113 antikoagulierte Patienten mit Vorhofflimmern; 716 (4 %) erlitten Stürze oder Kopfverletzungen (974 Ereignisse) und waren älter mit mehr Komorbiditäten. Sturzpatienten hatten ein höheres Risiko für schwere Blutungen (HR 2,41; 95 %-KI 1,90–3,05), intrakranielle Blutungen (HR 1,69; 1,35–2,13) und Mortalität (HR 3,91; 2,51–6,10). Unter den Gestürzten war Dabigatran mit einem geringeren intrakraniellen Blutungsrisiko assoziiert als Warfarin (HR 0,42; 0,18–0,98). Die Autoren betonen den explorativen Charakter der Analyse.

Kontext

Diese post-hoc-retrospektive Analyse der RE-LY-Studie bewertete Outcomes bei 716 Vorhofflimmerpatienten, die unter Antikoagulation Stürze oder Kopfverletzungen erlitten, und stellte fest, dass Stürze im Vergleich zu Patienten ohne Stürze mit signifikant höheren Risiken für schwere Blutungen (HR 2,41), intrakranielle Blutungen (HR 1,69) und Mortalität (HR 3,91) verbunden waren. Bei den gestürzten Patienten zeigten die mit Dabigatran Behandelten ein geringeres Risiko für intrakranielle Blutungen als die mit Warfarin Behandelten (HR 0,42), wobei die Analyse allerdings lediglich als exploratorisch beschrieben wurde. Das Abstract erwähnt weder Blutegel, Hirudotherapie, Hirudin noch eine andere blutegelstämmige Therapie. Die Studie vergleicht zwei konventionelle orale Antikoagulanzien.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Synthetische Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören. Sie wirken auf dieselben Zielstrukturen wie Moleküle aus dem Blutegel, sind jedoch nicht aus dem Blutegel gewonnen:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Caldeira D, Alves da Silva P, Pinto FJ. Clinical Outcomes of Anticoagulated Patients With Atrial Fibrillation After Falls or Head Injury: Insights From RE-LY. Stroke. 2023;54(6):1656-1659. doi:10.1161/STROKEAHA.122.041628. PMID: 37144391

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 28. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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