Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Identifizierung einer neuartigen Struktur in Heparin, erzeugt durch sequenzielle oxidativ-reduktive Behandlung

Identification of a novel structure in heparin generated by sequential oxidative-reductive treatment

Analytische In-vitro-Studie in der Zeitschrift Analytical chemistry (2012)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Präklinisch (tierexperimentell)ArzneimittelentwicklungBeccati D et al. · Analytical chemistry, 2012

Abstract

Unfractionated heparin is isolated from animal organs, predominantly porcine intestinal mucosa, and goes through an extensive process of purification before it can be used for pharmaceutical purposes. While the structural microheterogeneity of heparin is predominantly biosynthetically imprinted in the Golgi, subsequent steps involved in the purification and manufacture of commercial heparin can lead to the introduction of additional modifications. Postheparin crisis of 2008, it has become increasingly important to identify what additional structural diversity is introduced as a function of the purification process and thus can be determined as being heparin-related, as opposed to being an adulterant or contaminant, e.g., oversulfated chondroitin sulfate. Our study focuses on the identification of a previously unreported structure in heparin that arises due to specific steps used in the manufacturing process. This structure was initially observed as a disaccharide peak in a complete enzymatic digest of heparin, but its presence was later identified in the NMR spectra of intact heparin as well. Structural elucidation experiments involved isolation of this structure and analysis based on multidimensional NMR and liquid chromatography coupled with mass spectrometry (LC-MS). Heparin was also subjected to specific chemical reactions to determine which steps in the manufacturing process are responsible for this novel structure. Our results allowed for the definitive assignment of the structure of this novel process-related modification and enabled an identification of the putative steps in the process that give rise to the structure.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsCarbohydrate ConformationChondroitin SulfatesChromatography, LiquidDisaccharidesGlucuronidaseHeparinHeparin LyaseIntestinal MucosaMagnetic Resonance SpectroscopyMass SpectrometryOxidation-ReductionSulfatasesSwine

Zusammenfassung

Die Autoren identifizierten eine zuvor nicht beschriebene Struktur in Heparin, die durch bestimmte Schritte der Herstellung entsteht: zunächst als Disaccharid-Peak im vollständigen enzymatischen Verdau, später auch in den NMR-Spektren von intaktem Heparin. Zur Strukturaufklärung isolierten sie die Verbindung und analysierten sie mittels mehrdimensionaler NMR-Spektroskopie und Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie (LC-MS). Gezielte chemische Reaktionen dienten dazu, die verursachenden Prozessschritte zu ermitteln. So gelang die eindeutige Zuordnung dieser prozessbedingten Modifikation und der mutmaßlich dafür verantwortlichen Schritte.

Kontext

Diese Forschungsarbeit identifiziert eine zuvor nicht beschriebene strukturelle Modifikation in unfraktioniertem Heparin, die aus spezifischen Schritten des Herstellungs- und Aufreinigungsprozesses nach der Heparin-Krise von 2008 resultiert. Mittels mehrdimensionaler NMR-Spektroskopie und LC-MS ordneten die Autoren die Struktur dieser neuartigen prozessbedingten Modifikation eindeutig zu und identifizierten die mutmaßlichen Herstellungsschritte, die dafür verantwortlich sind; dies trägt dazu bei, genuine Heparin-bedingte Heterogenität von Verfälschungsmitteln wie übersulfatiertem Chondroitinsulfat zu unterscheiden. Das Abstract gibt die genaue chemische Natur der Herstellungsschritte über die Bezeichnung ‚spezifische Schritte' hinaus nicht an. Blutegel, Hirudotherapie oder aus Blutegeln stammende Antikoagulanzien werden nicht erwähnt.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Beccati D, Roy S, Lech M, Ozug J, Schaeck J, Gunay NS, et al. Identification of a novel structure in heparin generated by sequential oxidative-reductive treatment. Anal Chem. 2012;84(11):5091-5096. doi:10.1021/ac3007494. PMID: 22624650

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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