Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Vorderer Zugang zur Arteria auricularis posterior bei der mikrovaskulären Anastomose – ein neues Konzept bei der Replantation amputierter Ohren – Erfahrungen aus vier erfolgreichen Fällen und Literaturübersicht

Anterior approach to posterior auricular artery in microvascular anastomosis - a new concept in replanting amputated ears - experience from four successful cases and literature review

Fallserie in der Zeitschrift Acta Chirurgiae Plasticae (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturHong Ha N et al. · Acta chirurgiae plasticae, 2025

Abstract

INTRODUCTION: Auricular amputation is rare but devastating to the patient's aesthetics and psychology. Only about 60 cases of successful microsurgical replantation were reported in the literature. There is currently no complete procedure for auricular replantation, including a recommended operating position. MATERIALS AND METHODS: Four cases of microsurgical auricular replantation from February 2012 to July 2022 were studied. Data included age, cause, duration of ischemia, patient position, sequence of vascular anastomosis, method of arterial/venous anastomosis/grafting, amount of blood transfused, total surgical time, and results. RESULTS: The most frequent causes were traffic accidents (3 cases) followed by violent incidents (1 case). The duration of ischemia ranged from 4 to 14 hours. The supine position and anterior observation for anastomosis were chosen in all cases. All recipient arteries were the posterior auricular artery (diameter 0.4-0.5 mm). Veins were difficult to find, and vein anastomosis could not be achieved in two patients, in which case, leeches for 10-14 days. Blood transfusion volume ranged from 3 to 4 units. CONCLUSION: An amputated ear is a rare injury. Microsurgical auricular replantation is the optimal choice with unparalleled aesthetic results. The choice of recipient artery is usually branches of the posterior auricular artery. If the vein is anastomosed, the results would be optimal, else chemical or biological leeches are required to treat venous congestion.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleCase ReportsReview
Indexierte MeSH-BegriffeHumansReplantationAmputation, TraumaticMaleMicrosurgeryAnastomosis, SurgicalAdultRecipient VesselsEar, ExternalArteriesFemaleMiddle AgedEar Auricle

Zusammenfassung

Vier mikrochirurgische Ohrmuschelreplantationen (Februar 2012 bis Juli 2022) wurden ausgewertet; Ursachen waren Verkehrsunfälle (3 Fälle) und ein Gewaltereignis. Die Ischämiezeit betrug 4–14 Stunden, die Transfusionsmenge 3–4 Einheiten; in Rückenlage wurde von anterior anastomosiert, Empfängerarterie war stets die Arteria auricularis posterior (0,4–0,5 mm). Bei zwei Patienten gelang keine Venenanastomose; sie erhielten 10–14 Tage lang Blutegel. Die Autoren sehen die mikrochirurgische Replantation als optimale Wahl; ohne Venenanastomose sind chemische oder biologische Blutegel zur Behandlung venöser Stauung nötig.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Das Abstract berichtet über vier Fälle mikrosurgischer aurikulärer Replantation (Februar 2012–Juli 2022) unter Verwendung eines anterioren Zugangs zur A. auricularis posterior für die arterielle Anastomose. In zwei der vier Fälle konnte keine Venenanastomose erreicht werden, und Blutegel wurden 10–14 Tage lang zur Behandlung der venösen Stauung angewendet, wobei Bluttransfusionsvolumina von 3–4 Einheiten erforderlich waren. Das Abstract schlussfolgert, dass, wenn eine Venenanastomose nicht durchführbar ist, ‚chemische oder biologische Blutegel' erforderlich sind, um die venöse Stauung zu behandeln. Dies ist unmittelbar relevant für die Hirudotherapie und dokumentiert deren klinische Anwendung als Salvage-Strategie bei Ohrreplantationen, wenn eine venöse Reparatur nicht möglich ist. Die sehr kleine Fallserie (vier Patienten, zwei mit Bedarf an Blutegeln) schränkt die Generalisierbarkeit ein.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Hong Ha N, Thanh Huyen TT. Anterior approach to posterior auricular artery in microvascular anastomosis - a new concept in replanting amputated ears - experience from four successful cases and literature review. Acta Chir Plast. 2025;67(4):228-234. doi:10.48095/ccachp2025228. PMID: 41996214

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

Verwandter klinischer Kontext

Erfahren Sie, wie diese Forschung mit der klinischen Praxis verknüpft ist

Verwandte Forschungsarbeiten

Weitere begutachtete Studien in der Kategorie „Klinische Literatur“.

Alle von der ASH analysierten Studien →

Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

Diese Website stellt Bildungsinformationen bereit und ist weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Die medizinische Blutegeltherapie ist mit klinisch relevanten Risiken verbunden und sollte ausschließlich von qualifizierten Klinikerinnen und Klinikern unter institutionell genehmigten Protokollen durchgeführt werden. Die FDA-510(k)-Freigabe für medizinische Blutegel ist auf bestimmte Indikationen beschränkt; experimentelle und Off-Label-Diskussionen werden entsprechend gekennzeichnet. Für patientenspezifische Beratung wenden Sie sich an eine qualifizierte Gesundheitsfachkraft.