Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Ist die einfache Reimplantation eine praktikable Option bei gestielten Ohrmuschelavulsionen? Eine systematische Übersicht der Literatur

Is simple reimplantation a viable option in pediculated auricular avulsions? A systematic review of the literature

Systematische Übersichtsarbeit in der Zeitschrift Craniomaxillofacial Trauma & Reconstruction (2025)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturRomán Padilla JC et al. · Craniomaxillofacial trauma & reconstruction, 2025

Abstract

Auricular avulsion injuries are rare, and microvascular reimplantation is considered the preferred treatment according to current literature. However, when a small skin pedicle is preserved, non-microvascular reattachment techniques may offer comparable outcomes. This systematic review aims to assess whether these techniques could represent a viable alternative. We analyzed 32 cases of pedicled auricular avulsion reported in 16 articles, focusing on patient demographics, injury mechanisms, pedicle characteristics, venous congestion, and postoperative management. Venous congestion occurred in 11 patients, with a significantly higher risk in narrower pedicles (mean width 9.82 mm; 95% CI: 4.75-14.89; p = 0.025). Prophylactic heparin significantly reduced this risk (p = 0.007). Other interventions-leech therapy and hyperbaric oxygen-lacked sufficient data for firm conclusions. Most cases achieved graft survival; necrosis occurred in some, and only two patients required additional surgery. Non-microvascular techniques appear to be a viable alternative to microvascular reimplantation, with similar results and potentially fewer complications. Venous congestion remains the main challenge, requiring active management and hospitalization for monitoring. Limited case series and publication bias still hinder the development of standardized guidelines.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleReview

Zusammenfassung

Analysiert wurden 32 Fälle gestielter Ohrmuschelavulsionen aus 16 Publikationen; eine venöse Stauung trat bei 11 Patienten auf, mit signifikant höherem Risiko bei schmalerem Stiel (mittlere Breite 9,82 mm; 95-%-KI: 4,75–14,89; p = 0,025). Prophylaktisches Heparin senkte dieses Risiko signifikant (p = 0,007); zu Blutegeltherapie und hyperbarem Sauerstoff fehlten ausreichende Daten. Die meisten Transplantate überlebten, einige nekrotisierten; nur zwei Patienten benötigten Nachoperationen. Nichtmikrovaskuläre Techniken erscheinen den Autoren zufolge praktikabel; venöse Stauung bleibt die Hauptherausforderung, begrenzte Fallserien und Publikationsbias erschweren Leitlinien.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese systematische Übersichtsarbeit analysierte 32 Fälle von gestielter Ohrmuschelavulsion aus 16 Artikeln, um zu beurteilen, ob nicht-mikrovaskuläre Reattachment-Techniken tragfähige Alternativen zur mikrovaskulären Reimplantation darstellen. Venöse Stauung trat bei 11 Patienten auf und war signifikant häufiger bei schmaleren Hautstielen (Mittelwert 9,82 mm), während prophylaktisches Heparin das Risiko einer venösen Stauung signifikant reduzierte. Der Abstract stellt fest, dass für Blutegeltherapie und hyperbare Sauerstofftherapie keine ausreichenden Daten für belastbare Schlussfolgerungen vorliegen. Sie verortet die Blutegeltherapie innerhalb der Behandlungslandschaft für venöse Stauung bei Ohrmuschelavulsion, obwohl die begrenzten Daten Schlussfolgerungen über die spezifische Wirksamkeit der Blutegeltherapie ausschließen. Die Übersichtsarbeit basiert auf Fallseriendaten, die einem Publikationsbias unterliegen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Román Padilla JC, Ortiz Peces L, Alavedra Martínez P, Cebrián Carretero JL. Is simple reimplantation a viable option in pediculated auricular avulsions? A systematic review of the literature. Craniomaxillofac Trauma Reconstr. 2025;18(3):36. doi:10.3390/cmtr18030036. PMID: 40989764

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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