Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Multiple Venenanastomosen vermindern den Bedarf an intensivem postoperativem Management bei Tamai-Zone-I-Replantationen

Multiple venous anastomoses decrease the need for intensive postoperative management in Tamai zone I replantations

Retrospektive Kohortenstudie in der Zeitschrift Arch Plast Surg (2017)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturRyu DH et al. · Archives of plastic surgery, 2018

Abstract

BACKGROUND: Venous anastomosis is an important component of digital replantation, but is not always feasible, as some cases require external bleeding to treat venous congestion in the replanted tissue. In the present study, we evaluated the relationship between the number of vein anastomoses and the survival rate of Tamai zone I replantations. METHODS: A retrospective review was performed of all patients who underwent replantation of a fingertip amputation between 2014 and 2016. Patient charts were reviewed for demographic information, the mechanism of injury, the number of venous anastomoses, and the use of anticoagulation, external bleeding, and/or leeches. The cohort was divided into 3 groups depending on the number of venous anastomoses: no veins (group 1), a single vein (group 2), and 2 or more veins (group 3). Survival rates and external bleeding rates were analyzed across the groups. RESULTS: The review identified 143 fingertip replantations among 134 patients. The overall survival rate was 94% (135 of 143). Failures were due equally to venous complications (n=4, 50%) and to arterial complications (n=4, 50%). Our analysis did not identify any correlation between the number of veins anastomosed and the replant survival rate (P=0.689). However, a greater number of anastomoses was associated with a significantly lower frequency of external bleeding (P=0.017). CONCLUSIONS: The number of venous anastomoses was not correlated with the survival rate. However, a greater number of venous anastomoses was associated with a decreased need for external bleeding, corresponding to a significant decrease in the need for postoperative monitoring and leech therapy.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article

Zusammenfassung

In einer retrospektiven Auswertung von 134 Patienten mit 143 Fingerkuppenreplantationen (Tamai-Zone I) betrug die Gesamtüberlebensrate 94 % (135 von 143); die Versager verteilten sich je zur Hälfte auf venöse und arterielle Ursachen (je n = 4). Die Anzahl der Venenanastomosen korrelierte nicht mit der Überlebensrate (P = 0,689), war aber mit signifikant selteneren externen Blutungen assoziiert (P = 0,017). Die Autoren schlussfolgern, dies entspreche einem deutlich geringeren Bedarf an postoperativer Überwachung und Blutegeltherapie.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese retrospektive Untersuchung von 143 Fingerkuppen-Replantationen (bei 134 Patienten) evaluierte, ob die Anzahl der venösen Anastomosen (null, eine oder zwei oder mehr) die Überlebensraten und die Notwendigkeit einer externen Blutung oder Blutegeltherapie beeinflusste. Während sich die Überlebensraten zwischen den Gruppen nicht signifikant unterschieden, war eine größere Anzahl venöser Anastomosen mit einem signifikant geringeren Bedarf an externer Blutung und folglich an Blutegeltherapie assoziiert. Die Studie identifiziert chirurgische Faktoren, die den Bedarf an Blutegeltherapie bei Fingerkuppen-Replantationen verringern oder beseitigen können. Die Blutegeltherapie war nicht der primäre Endpunkt; sie war eine Folge der Entscheidungen zum Management der venösen Stauung.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Ryu DH, Roh SY, Kim JS, Lee DC, Lee KJ. Multiple venous anastomoses decrease the need for intensive postoperative management in Tamai zone I replantations. Arch Plast Surg. 2018;45(1):58-61. doi:10.5999/aps.2017.01018. PMID: 29076329

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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