Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Anaphylaktoide Reaktionen im Zusammenhang mit kontaminiertem Heparin aus China

Anaphylactoid reactions associated with contaminated heparin from China

Experimentelle In-vitro-Studie in der Zeitschrift Annales pharmaceutiques francaises (2011)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: Narratives ReviewKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleMontpas N et al. · Annales pharmaceutiques francaises, 2011

Abstract

In January 2008, fatal anaphylactoid reaction (AR) was found to be associated with oversulfated chondroitin sulphate (OSCS) contaminated heparin. Although attributed to bradykinin released during contact system activation by OSCS, no final evidence until now exists for a bradykinin release during incubation of contaminated heparin with human plasma. The first objective of our study was to measure and to characterize the kinetic profile of bradykinin release in human plasma incubated with OSCS and contaminated heparin. As these AR occurred mainly in the first minutes of the dialysis session, we examine the different factors likely to influence the kinin-forming capacity of OSCS: dilution of plasma, presence of an angiotensin converting enzyme inhibitor, capacity of the patient to metabolise kinins.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypEnglish AbstractJournal ArticleReview
Indexierte MeSH-BegriffeAminopeptidasesAnaphylaxisAngiotensin-Converting Enzyme InhibitorsAnticoagulantsBradykininChinaChondroitin SulfatesDialysisDrug ContaminationHeparinHumansKininsSulfates

Zusammenfassung

Anaphylaktoide Reaktionen auf mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat (OSCS) kontaminiertes Heparin traten vor allem in den ersten Minuten einer Dialysesitzung auf und wurden zwar einer Bradykininfreisetzung bei der Aktivierung des Kontaktsystems durch OSCS zugeschrieben, ein endgültiger Nachweis in humanem Plasma fehlte jedoch. Die Autoren messen und charakterisieren daher die Kinetik der Bradykininfreisetzung in humanem Plasma nach Inkubation mit OSCS und kontaminiertem Heparin. Zudem prüfen sie Einflussfaktoren auf die Kininbildung: Plasmaverdünnung, Anwesenheit eines ACE-Hemmers und die Fähigkeit der Patienten, Kinine zu metabolisieren.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Artikel untersucht die Krise fataler anaphylaktoider Reaktionen im Jahr 2008, die mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat (OSCS)-kontaminiertem Heparin assoziiert waren, und konzentriert sich auf die Charakterisierung des kinetischen Profils der Bradykinin-Freisetzung in Humanplasma, das mit OSCS und kontaminiertem Heparin inkubiert wurde. Er untersucht ebenfalls Faktoren, die wahrscheinlich die Kinin-bildende Kapazität von OSCS beeinflussen, wie Plasmaverdünnung, ACE-Hemmer und den Kinin-Metabolismus der Patienten. Die Studie liefert mechanistische Einblicke darin, wie Kontaminanten in biologischen Antikoagulanzien schwere Nebenwirkungen auslösen können. Jedoch befasst sich diese Arbeit nicht direkt mit Blutegeln oder dem Blutegel-Sekretom; ihre Relevanz für die Hirudotherapie ist rein konzeptuell und indirekt und beschränkt sich auf allgemeine Sicherheitsüberlegungen zu biologischen Therapeutika.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Montpas N, Désormeaux A, Keire D, Adam A. Anaphylactoid reactions associated with contaminated heparin from China. Ann Pharm Fr. 2011;69(5):258-264. doi:10.1016/j.pharma.2011.06.007. PMID: 21924126

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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