Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Mikrochirurgische Replantation eines Ohres bei einem Kind ohne venöse Rekonstruktion

Microsurgical replantation of an ear in a child without venous repair

Fallbericht mit Literaturübersicht in der Zeitschrift Plast Reconstr Surg (1998)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturConcannon MJ, Puckett CL · Plastic and reconstructive surgery, 1998

Abstract

Ear amputation can leave a devastating deformity; the application of microsurgical replantation techniques has allowed very favorable aesthetic outcomes when successful. We report a case of ear replantation in a child in whom a venous repair was not performed; instead medicinal leeches were used to decompress the ear in the immediate postoperative setting. This represents the third reported case of successful ear replantation without microsurgical venous anastomosis. A review of the literature reveals the high incidence of venous congestion requiring external decompression (57 percent) and the very high rate of salvage (80 percent) after replantation. Surgeons attempting ear replantation should be aware of the high rate of ear survival in the situation of no venous outflow (with appropriate decompression techniques) and should not abandon attempts at replantation because of the inability to establish venous outflow microsurgically.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeBites and StingsChildEar, ExternalHumansMaleMicrosurgeryReplantation

Zusammenfassung

Berichtet wird über eine mikrochirurgische Ohrenreplantation bei einem Kind, bei der auf eine venöse Rekonstruktion verzichtet wurde; zur Dekompression des Ohres dienten unmittelbar postoperativ medizinische Blutegel. Es handelt sich um den dritten publizierten Fall einer erfolgreichen Ohrenreplantation ohne mikrochirurgische Venenanastomose. Die Literaturübersicht zeigt eine hohe Inzidenz venöser Stauungen mit erforderlicher externer Dekompression (57 %) und eine sehr hohe Rettungsrate von 80 %. Die Autoren raten, Replantationsversuche nicht wegen fehlender mikrochirurgischer venöser Drainage aufzugeben.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt eine Ohrmuschelreplantation bei einem Kind ohne mikrochirurgische Venenanastomose, bei der medizinische Blutegel zur postoperativen venösen Dekompression eingesetzt wurden. Es handelt sich um den dritten berichteten Fall einer erfolgreichen Ohrmuschelreplantation ohne venöse Wiederherstellung, und die Autoren vermerken eine aus der Literatur abgeleitete Inzidenz von 57 % venöser Kongestion, die eine Dekompression erforderlich macht, sowie eine 80 %ige Salvage-Rate bei Anwendung geeigneter Techniken. Dieser Fall demonstriert die Blutegeltherapie als Salvage-Strategie, wenn ein venöser Abfluss bei der Ohrmuschelreplantation chirurgisch nicht hergestellt werden kann. Es handelt sich um einen einzelnen Fallbericht, und die Zahlen von 57 % und 80 % stammen aus der Literaturübersicht der Autoren und nicht aus einer systematischen Analyse. Im Abstract werden keine Angaben zur Dauer der Blutegeltherapie oder zu Komplikationen durch die Blutegelanwendung gemacht.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Concannon MJ, Puckett CL. Microsurgical replantation of an ear in a child without venous repair. Plast Reconstr Surg. 1998;102(6):2088-2093; discussion 2094-6. doi:10.1097/00006534-199811000-00042. PMID: 9811007

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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