Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Rohheparin-Zubereitungen enthüllen das Vorhandensein strukturell vielfältiger übersulfatierter Kontaminanten

Crude Heparin Preparations Unveil the Presence of Structurally Diverse Oversulfated Contaminants

Analytische In-vitro-Studie in der Zeitschrift Molecules (Basel, Switzerland) (2019)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleMendes A et al. · Molecules (Basel, Switzerland), 2019

Abstract

Nowadays, pharmaceutical heparin is purified from porcine and bovine intestinal mucosa. In the past decade there has been an ongoing concern about the safety of heparin, since in 2008, adverse effects associated with the presence of an oversulfated chondroitin sulfate (OSCS) were observed in preparations of pharmaceutical porcine heparin, which led to the death of patients, causing a global public health crisis. However, it has not been clarified whether OSCS has been added to the purified heparin preparation, or whether it has already been introduced during the production of the raw heparin. Using a combination of different analytical methods, we investigate both crude and final heparin products and we are able to demonstrate that the sulfated contaminants are intentionally introduced in the initial steps of heparin preparation. Furthermore, the results show that the oversulfated compounds are not structurally homogeneous. In addition, we show that these contaminants are able to bind to cells in using well known heparin binding sites. Together, the data highlights the importance of heparin quality control even at the initial stages of its production.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsAnticoagulantsCattleChondroitin SulfatesDrug ContaminationHeparinHeparin LyaseHumansHydrolysisIntestinal MucosaMagnetic Resonance SpectroscopyPolysaccharide-LyasesQuality ControlSwine

Zusammenfassung

Nach Todesfällen im Zusammenhang mit übersulfatiertem Chondroitinsulfat (OSCS) in pharmazeutischem Schweineheparin 2008 untersuchten die Autoren mit verschiedenen analytischen Methoden Roh- und Endprodukte des aus Schweine- und Rinderdarmschleimhaut gewonnenen Heparins. Nach ihren Angaben werden die sulfatierten Verunreinigungen bereits in den ersten Herstellschritten absichtlich eingebracht, sind strukturell uneinheitlich und binden über bekannte Heparin-Bindungsstellen an Zellen. Die Daten unterstreichen laut Autoren die Bedeutung der Qualitätskontrolle schon in frühen Produktionsstufen.

Kontext

Diese Studie analysierte rohe und finale pharmazeutische Heparinprodukte, um die Herkunft strukturell vielfältiger übersulfatierter Kontaminanten, wie übersulfatiertes Chondroitinsulfat (OSCS), die zuvor gesundheitsschädliche Ereignisse verursacht hatten, zurückzuverfolgen. Die Forschung konzentriert sich vollständig auf die Qualitätskontrolle, Herstellungsverfahren und zellulären Bindungseigenschaften von Heparin aus Schweine- und Rinderdarmmukosa. Der Artikel bezieht weder Blutegel, Hirudotherapie noch aus Blutegeln gewonnene Antikoagulanzien wie Hirudin ein.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Mendes A, Meneghetti MCZ, Palladino MV, Justo GZ, Sassaki GL, Fareed J, et al. Crude Heparin Preparations Unveil the Presence of Structurally Diverse Oversulfated Contaminants. Molecules. 2019;24(16):2988. doi:10.3390/molecules24162988. PMID: 31426507

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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