Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Die Macin-Familie antimikrobieller Proteine vereint antimikrobielle und Nervenreparatur-Aktivitäten

Macin family of antimicrobial proteins combines antimicrobial and nerve repair activities

Biochemische Studie in der Zeitschrift Journal of Biological Chemistry (2012)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: ForschungsberichtSpeichel-PharmakologieAntimikrobielle ResistenzJung S, Sönnichsen FD, Hung CW et al. · The Journal of biological chemistry, 2012

Abstract

The tertiary structures of theromacin and neuromacin confirmed the macin protein family as a self-contained family of antimicrobial proteins within the superfamily of scorpion toxin-like proteins. The macins, which also comprise hydramacin-1, are antimicrobially active against Gram-positive and Gram-negative bacteria. Despite high sequence identity, the three proteins showed distinct differences with respect to their biological activity. Neuromacin exhibited a significantly stronger capacity to permeabilize the cytoplasmic membrane of Bacillus megaterium than theromacin and hydramacin-1. Accordingly, it is the only macin that displays pore-forming activity and that was potently active against Staphylococcus aureus. Moreover, neuromacin and hydramacin-1 led to an aggregation of bacterial cells that was not observed with theromacin. Analysis of the molecular surface properties of macins allowed confirmation of the barnacle model as the mechanistic model for the aggregation effect. Besides being antimicrobially active, neuromacin and theromacin, in contrast to hydramacin-1, were able to enhance the repair of leech nerves ex vivo. Notably, all three macins enhanced the viability of murine neuroblastoma cells, extending their functional characteristics. As neuromacin appears to be both a functional and structural chimera of hydramacin-1 and theromacin, the putative structural correlate responsible for the nerve repair capacity in leech was located to a cluster of six amino acid residues using the sequence similarity of surface-exposed regions.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypJournal ArticleResearch Support, Non-U.S. Gov't
Indexierte MeSH-BegriffeAmino Acid SequenceAnimalsAntimicrobial Cationic PeptidesBase SequenceCloning, MolecularDisulfidesHumansLeechesMagnetic Resonance SpectroscopyMolecular Sequence DataNeuronsProtein ConformationProtein Structure, TertiarySaltsScattering, RadiationSequence Homology, Amino Acid

Zusammenfassung

Die Tertiärstrukturen von Theromacin und Neuromacin bestätigten die Macin-Familie als eigenständige Gruppe antimikrobieller Proteine innerhalb der Skorpiontoxin-ähnlichen Superfamilie. Alle Macine wirken gegen grampositive und gramnegative Bakterien; Neuromacin permeabilisierte Bacillus-megaterium-Membranen signifikant stärker als die anderen, bildete als einziges Poren und wirkte potent gegen Staphylococcus aureus. Neuromacin und Hydramacin-1 aggregierten Bakterien, Theromacin nicht; Neuromacin und Theromacin förderten zudem ex vivo die Blutegel-Nervenreparatur, und alle drei steigerten die Viabilität muriner Neuroblastomzellen. Ein Cluster aus sechs Aminosäureresten gilt als mutmaßliches Korrelat der Nervenreparatur.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Diese Studie charakterisierte die biologischen Aktivitäten der antimikrobiellen Proteine der Macin-Familie und bestätigte die Macine als eigenständige Familie innerhalb der Skorpiontoxin-ähnlichen Superfamilie, wobei Tertiärstrukturen für Theromacin und Neuromacin beschrieben wurden. Die drei Proteine (Theromacin, Neuromacin, Hydramacin-1) zeigten unterschiedliche antimikrobielle Profile gegen Gram-positive und Gram-negative Bakterien, wobei Neuromacin die stärkste Membranpermeabilisierung und porenbildende Aktivität gegen Staphylococcus aureus aufwies. Bemerkenswerterweise verstärkten Neuromacin und Theromacin die Reparatur von Blutegelnerven ex vivo, während alle drei Macine die Lebensfähigkeit von Neuroblastomzellen der Maus erhöhten. Es deckt duale antimikrobielle und Nervenreparatur-Aktivitäten bei Macin-Proteinen aus Blutegeln auf. Allerdings ist die Studie präklinisch (ex vivo und in vitro), umfasst nicht-humane Zellen und Gewebe und enthält Hydramacin-1 aus Hydra; es liegen keine therapeutischen oder klinischen Daten vor, die für die Hirudotherapie relevant sind.

Verwandte Verbindungen im ASH-Register

Aus dem Blutegel stammende Moleküle und aus Hirudin abgeleitete Arzneimittel, die zum Thema dieser Arbeit gehören, jeweils mit vollständigem Profil im ASH-Verbindungsregister:

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Jung S, Sönnichsen FD, Hung CW, Tholey A, Boidin-Wichlacz C, Haeusgen W, et al. Macin family of antimicrobial proteins combines antimicrobial and nerve repair activities. J Biol Chem. 2012;287(17):14246-14258. doi:10.1074/jbc.M111.336495. PMID: 22396551

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 26. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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