Amerikanische Gesellschaft für Hirudotherapie

Replantation einer in den Mülleimer geworfenen Lippe

Replantation of a lip thrown in the bin

Fallbericht in der Zeitschrift Journal of Stomatology, Oral and Maxillofacial Surgery (2021)

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026Geprüft von: ASH Editorial Board
Forschungsartikel — EvidenzübersichtArtikelreferenz
Evidenz: FallberichtKlinische LiteraturSicherheit & InfektionskontrolleGalmard L et al. · Journal of stomatology, oral and maxillofacial surgery, 2022

Abstract

Management of soft tissue avulsion after facial bites could be challenging in some situation. We presented the case of a 32 years old men suffering from a full thickness avulsion of the left lower lip and cheek after a dog bite. Even if the lip fragment was initially put on the bin, a microvascular replantation was performed. The vascularization was based on the left inferior labial artery. No veins were found. We used post-operative leech therapy to avoid venous congestion during 10 days. A large antibiotherapy was conducted. Adaptation of antibiotics blood concentration was also necessary due to the permanent bleeding caused by leech therapy. At the 6 month consultation, the patient recovered an impressive labial function and sensibility. Replantation gives the best functional and esthetical outcomes in these rare and complex cases. Artificial blood drainage, large antibiotic therapy and close post-operative follow-up are significant parts of the replantation success.

Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.

Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.

PublikationstypCase ReportsJournal Article
Indexierte MeSH-BegriffeAnimalsBites and StingsDogsFaceHumansLipMicrosurgeryPlastic Surgery Procedures

Zusammenfassung

Ein 32-jähriger Mann erlitt nach Hundebiss eine vollschichtige Avulsion der linken Unterlippe und Wange; das zunächst in den Mülleimer geworfene Lippenfragment wurde mikrovaskulär über die linke A. labialis inferior replantiert, Venen fanden sich keine. Zur Vermeidung einer venösen Stauung erfolgte 10 Tage lang Blutegeltherapie; wegen der dadurch bedingten Dauerblutung musste die Antibiotikakonzentration im Blut angepasst werden. Nach 6 Monaten waren Lippenfunktion und Sensibilität beeindruckend wiederhergestellt; die Replantation biete laut Autoren in diesen seltenen, komplexen Fällen die besten Ergebnisse.

Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist

Dieser Fallbericht beschreibt die mikrochirurgische Replantation einer in voller Dicke abgerissenen Unterlippe und Wange bei einem 32-jährigen Mann nach einem Hundebiss, bei dem keine Empfängervenen gefunden werden konnten. Zur Vermeidung einer venösen Stauung wurde zehn Tage postoperativ eine Therapie mit medizinischen Blutegeln eingesetzt, die ein angepasstes Antibiotikamanagement erforderte, um die durch die Blutegel verursachte anhaltende Blutung zu berücksichtigen. Dieser Fall ist für die Hirudotherapie hochrelevant und demonstriert eindrücklich den Einsatz von Blutegeln als temporären venösen Abflussersatz in der komplexen plastischen Chirurgie. Die wesentliche Einschränkung besteht darin, dass es sich um einen Einzelfallbericht handelt, der zugleich die bekannte klinische Notwendigkeit unterstreicht, den Blutverlust bei der Blutegeltherapie sorgfältig zu überwachen und auszugleichen.

Zitation

Literaturangabe (Vancouver-Stil)

Galmard L, Mari R, Noyelles L, Bettega G, Bouchet B, Escudier E, et al. Replantation of a lip thrown in the bin. J Stomatol Oral Maxillofac Surg. 2022;123(1):81-84. doi:10.1016/j.jormas.2021.01.003. PMID: 33429064

Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.

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Zur ASH-Bibliothek hinzugefügt: 27. Mai 2026 · Letzte Aktualisierung der Website: 18. Juni 2026

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