Intraorale Hirudotherapie bei venöser Stauung nach Kopf-Hals-Rekonstruktion mit freiem Lappen: neuartige intraorale Technik
Intraoral Hirudotherapy for Venous Congestion following Free Flap Head and Neck Reconstruction: Novel Intraoral Technique
Technische Mitteilung in der Zeitschrift ORL; journal for oto-rhino-laryngology and its related specialties (2022)
Abstract
Intraoral hirudotherapy is traditionally used for venous congestion following head and neck free flap reconstruction. Many institutions and healthcare teams have been reluctant to use intraoral leech therapy due to risks such as migration into the airway, increased infection from intraoral manipulation, and patient discomfort. Several protocols recommend blocking the path to the oropharynx via gauze or leaving a tracheotomy in place to protect the airway. This report pre-sents a novel technique for intraoral hirudotherapy that is safe and simple for treatment of free flap venous congestion. The base of a clear cup or a plastic lid is utilized, and the leech is attached onto the inside of the lid with 2 sutures near each end. Several cups with leeches attached are made at a time to reduce delay and difficulty of application by less experienced clinical staff. The leech is then applied onto the compromised flap and then simply removed once it has unlatched from the flap. This method allows the leech to be applied with ease by multiple members of the healthcare team, decreases the need for intraoral manipulation, and reduces the risk of migration into the aerodigestive tract. Future prospective studies are warranted to assess the efficacy of this technique.
Abstract aus PubMed (NCBI) für den zitierten Eintrag, in der Originalsprache wiedergegeben. Maßgeblich ist die Fassung der Originalpublikation.
Das Abstract wird nicht übersetzt, damit die eigene Wortwahl der Autoren erhalten bleibt.
Zusammenfassung
Die intraorale Hirudotherapie wird traditionell bei venöser Stauung nach Kopf-Hals-Rekonstruktion mit freiem Lappen eingesetzt; viele Einrichtungen zögern wegen Risiken wie Migration in die Atemwege und Infektionen. Mehrere Protokolle empfehlen, den Weg zum Oropharynx mit Gaze zu blockieren oder eine Tracheotomie zu belassen. Beschrieben wird eine neue Technik: Der Blutegel wird auf dem Boden eines Bechers oder Plastikdeckels mit zwei Nähten befestigt. Laut den Autoren verringert die Technik intraorale Manipulationen und das Migrationsrisiko in den Aerodigestivtrakt; prospektive Studien seien erforderlich.
Warum dies für die Hirudotherapie relevant ist
Dieser Bericht beschreibt eine neuartige Technik zur Verabreichung intraoraler Hirudotherapie zur Behandlung venöser Stauung nach freier Lappenplastik-Rekonstruktion im Kopf-Hals-Bereich, bei der ein Blutegel in einem durchsichtigen Becher oder einem Plastikdeckel eingenäht und anschließend auf dem beeinträchtigten Lappen appliziert wird. Die Arbeit spricht bekannte Barrieren der intraoralen Blutegeltherapie an — darunter das Risiko der Atemwegsmigration, Infektionen durch wiederholte Manipulation sowie Anwendungsprobleme für weniger erfahrenes Personal —, indem ein standardisierter, vormontierter, gerätebasierter Ansatz vorgeschlagen wird. Die Studie beschreibt praktische technische und Workflow-Lösungen, die für die Blutegeltherapie in komplexen rekonstruktiven Settings vorgeschlagen werden. Das Abstract bietet lediglich eine technische Beschreibung ohne quantitative Ergebnisdaten, Patientenresultate oder vergleichende Analysen, und die Autoren stellen fest, dass prospektive Studien zur Beurteilung der Wirksamkeit gerechtfertigt sind.
Zitation
Literaturangabe (Vancouver-Stil)
Amanian A, Butskiy O, Zhao K, Anderson DW. Intraoral Hirudotherapy for Venous Congestion following Free Flap Head and Neck Reconstruction: Novel Intraoral Technique. ORL J Otorhinolaryngol Relat Spec. 2022;84(2):174-178. doi:10.1159/000516576. PMID: 34293746
Die bibliografischen Angaben (Autoren, Band, Seiten, DOI) stammen aus dem PubMed-Eintrag.
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